„Es ist ein wunderschöner Nachmittag“, sagte Andreas Steiert, Leiter der Freiburger Fußballschule, als er noch während des Spiels am Seitenrand interviewt wurde. „Es ist schön, mit welcher Freude die Menschen hierherkommen.“
Die Freude war überall zu sehen. Kinder tobten auf dem Kunstrasen, die Erwachsenen genossen die Sonne auf den Rängen, und im Kabinentrakt trafen sich Menschen, die sich zum Teil seit Jahren nicht gesehen hatten. Steiert nannte es später „ein großes Klassentreffen“.
Streich gegen Finke
Auf der einen Seite stand die Traditionsmannschaft des SC. Richard Golz, Nils Petersen, Karim Guédé, Andreas Zeyer, Sascha Riether, Karim Matmour, Stefan Reisinger und Johannes Flum waren dabei. An der Seitenlinie Volker Finke und Achim Sarstedt, die den SC von 1991 bis 2007 gemeinsam trainiert haben.
Auf der anderen Seite coachten Christian Streich und Patrick Baier eine Auswahl ehemaliger Fußballschüler. Darunter Nicolas Höfler und viele Spieler aus der A-Jugend, die 2008 unter Streich Deutscher Meister wurde. Auch Rahman Soyudogru und Shqipon Bektasi waren wieder da. Beide hatten im Finale 2008 gegen den VfL Wolfsburg getroffen, und beide sollten auch diesmal treffen.
„Ich freue mich sehr, dass so viele ins Möslestadion gekommen sind“, sagte Streich vor dem Anpfiff. Dann liefen das Badnerlied und „SC Freiburg vor“. Zwei Lieder, die auch an diesem Tag nicht fehlen durften.


Ein Nachmittag für die ganze Familie
Schon vor dem Anpfiff war einiges los. Vor dem Mannschaftsbus bildete sich eine lange Schlange, der Förderverein lud zum Gewinnspiel, und im Fußballkäfig trafen sich die Kinder zum Kicken.
Auch Lexware war mit einem Stand dabei. An einer aufblasbaren Torwand durften Kinder und Erwachsene ihren besten Schuss auspacken, eine Anzeige daneben maß, wie schnell der Ball war. Über 500 Caps gingen an Kinder und Erwachsene, und zu gewinnen gab es ein signiertes Heimtrikot des SC Freiburg.

„Wie nach Hause kommen“
Im Gebäude der Fußballschule führte Stefanie Nerling, seit 1997 beim SC, durch die Räume, in denen die Nachwuchsspieler essen, lernen, trainieren und schlafen. „Wir möchten den Jungs eine zweite Familie sein“, sagte sie.
Wie sich das anfühlt, wissen Mario Maus und Vitali Heinrich. Die beiden gehören zur ersten Generation. 2001, im Jahr der Eröffnung, kamen sie als B-Jugendspieler nach Freiburg und zogen ins Internat. „Mein Zimmer war ganz hinten links“, erinnert sich Maus. Beim Rundgang merken die beiden, dass sich kaum etwas verändert hat. Boden, Wände, Küche, alles wie damals. Heinrich zeigt auf einen Raum gegenüber: „Da hatten wir immer Video mit Streich.“
„Es war eine coole, aber auch harte Zeit. Ich habe sehr viel gelernt“, sagt Maus. Profis sind die beiden nicht geworden, heute arbeiten sie im Einkauf. Zurückgekommen sind sie trotzdem gern.
So ging es auch Oliver Baumann. Der frühere Fußballschüler und langjährige Torwart der TSG Hoffenheim schaute von der Tribüne zu, bis er für ein Interview an den Spielfeldrand gebeten wurde. „Es ist wie nach Hause kommen. Ich hatte eine tolle Zeit“, sagte er. „Es sind noch viele Gesichter hier, die ich kenne.“

Zehn Tore und ein Dreierpack
Auf dem Platz ging es derweil zur Sache. Nils Petersen verwandelte einen Elfmeter zum 1:0, Karim Matmour köpfte zum 2:0. Die Auswahl der Fußballschule traf zweimal nur Pfosten und Latte, dazu hielt Richard Golz stark. „Runter geht immer noch gut, nur das Aufstehen danach ist schwer“, lachte er später am Mikrofon.
Dann drehten die Ehemaligen das Spiel. Rahman Soyudogru, Mike Enderle und Shqipon Bektasi trafen. Doch die Traditionself hatte die längere Luft. Stefan Reisinger schnürte einen Dreierpack, Steffen Wohlfarth und noch einmal Matmour trafen ebenfalls. Endstand 7:3.
Was bleibt
Lexware ist seit 1999 Partner des SC Freiburg und seit der Saison 2024/25 Hauptsponsor der Fußballschule. Was dort jeden Tag passiert, kennen viele Selbstständige aus dem eigenen Alltag. Klein anfangen, jeden Tag ein Stück besser werden und Menschen um sich haben, die an einen glauben.
Wie es weitergehen soll? „Wir möchten unsere Kultur genauso weiterführen“, sagt Andreas Steiert. „Die Menschen, die uns verlassen, sollen positiv auf uns zurückblicken können.“ Wer an diesem Nachmittag Mario Maus und Vitali Heinrich zugehört hat, weiß: Das ist schon 25 Jahre lang gelungen.
Wie der Weg aus der Fußballschule bis in die Bundesliga aussehen kann, erzählen Christian Günter, Noah Atubolu und Yannik Keitel in ihren SC-Geschichten. Was die Fußballschule ausmacht und wie Lexware sie unterstützt, liest du auf unserer Seite zur Freiburger Fußballschule. Den ausführlichen Spielbericht mit beiden Aufstellungen gibt es beim SC Freiburg.
Beim nächsten Mal dabei?
Auch bei den Bundesliga-Heimspielen des SC Freiburg bekommen Kinder die Chance, gemeinsam mit den Profis ins Stadion einzulaufen.




.png)

