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Verena Pausder und Christian Steiger

Verena Pausder: Mut, Unternehmertum und die Förderung von Gründerinnen

Verena Pausder, Unternehmerin, Autorin und Female Leadership-Vorreiterin, spricht mit Christian Steiger über ihren Werdegang, wie sie Frauen im Business unterstützt und warum sie für mehr Mut und Unternehmertum plädiert. Inspirierende Einblicke in ihre Mission, die Welt aktiv zu verbessern.

Kurz gefasst

Verena Pausder

Im Überblick

  • Ihr Antrieb ist, Akteurin statt Zuschauerin zu sein und Dinge selbst zu verändern, statt nur über Missstände zu reden.
  • Ihre erste Gründung, eine geplante Salatbar-Kette, scheiterte: Sie bekam keine Ladenfläche und zahlte den Investoren nach einem selbst gesetzten Stichtag einen Teil des Geldes zurück.
  • Ein selbst gesetztes Stop-Doing-Datum hält sie für entscheidend; Aufhören sollte ihrer Meinung nach viel stärker als Stärke gelten.
  • Ein Netzwerk entsteht für sie über Jahre und über Vorleistung: erst helfen und liefern, dann fragen, nicht beim ersten Kontakt um Mentoring bitten.
  • Sie nennt rund 19,8 Prozent Gründerinnen und verweist auf Studien, wonach von Frauen gegründete Unternehmen weniger Fluktuation haben, profitabler sind und länger bestehen.
  • In der Erziehung ihrer vier Kinder geht es ihr nicht um Nachfolge, sondern darum, dass sie eine eigene Leidenschaft finden.

Verena Pausder ist Unternehmerin, Investorin, Autorin und Vorsitzende des Startup-Verbands. Sie setzt sich seit Jahren für Unternehmertum, digitale Bildung und die Förderung von Gründerinnen ein. Aufgewachsen ist sie in einem unternehmerischen Elternhaus: Der Vater führte ein über 300 Jahre altes Familienunternehmen, die Mutter machte sich selbstständig.

Im Live-Podcast beim Tell Your Story Festival spricht sie mit Christian Steiger über ihren Antrieb, ihre gescheiterte erste Gründung und die Frage, warum Aufhören genauso wichtig ist wie Anfangen.

Akteurin statt Zuschauerin

Pausders Antrieb ist, Akteurin statt Opfer zu sein: Sie will Dinge selbst verändern, statt nur über Missstände zu reden. Sie beschreibt sich als Idealistin, gekreuzt mit Unternehmertum, und plädiert dafür, sich wieder stärker auf die eigene unternehmerische Stärke zu besinnen, statt auf die Politik zu warten.

Die gescheiterte Salatbar

Ihre erste Gründung war als Franchise-Kette für Salatbars geplant, inspiriert von einem New-York-Besuch 2002. Sie hatte Investoren und ein fertiges Konzept, bekam aber gegen etablierte Ketten keine Ladenfläche in Top-Lagen. Weil sie sich ein Stop-Doing-Datum gesetzt hatte, hörte sie nach einem Jahr auf und zahlte den Investoren einen Teil des Geldes zurück.

Ich bin gerne die, die eher Ja sagt, in der Hoffnung, dass es etwas verändert.

Warum Aufhören eine Stärke ist

Für Pausder gehört das Aufhören zum Unternehmertum dazu und sollte stärker anerkannt werden. Sie hält es für besser, ein klares Enddatum zu setzen, als ein Projekt schleichend auslaufen zu lassen, weil man sich den Schlussstrich nicht traut. Schwer sei das vor allem, weil man so viel Zeit und Energie hineingesteckt hat.

Aufhören sollte viel mehr eine Stärke sein, als es ist.

Netzwerk entsteht über Vorleistung

Ihr heutiges Netzwerk ist über 20 Jahre gewachsen, nicht mit 25 entstanden. Ihr Rat: nicht beim ersten Kontakt um Mentoring bitten, sondern erst etwas leisten und anbieten, wie man helfen kann. Den entscheidenden inneren Kreis, der sie bei großen Entscheidungen trägt, beziffert sie auf eine Handvoll Menschen.

Warum es mehr Gründerinnen braucht

Pausder verweist auf rund 19,8 Prozent Gründerinnen und auf Studien, wonach von Frauen gegründete Unternehmen weniger Fluktuation haben, profitabler sind und länger bestehen. Sie wünscht sich eine Wirtschaft mit gleichen Chancen für Frauen und Männer und will jungen Mädchen zeigen, dass der Weg in die Selbstständigkeit möglich ist.

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Volltext-Transkript

Auszug aus dem Gespräch

Verena Pausder
43
Min. Hörzeit
FAQ

Häufige Fragen

Was meint Verena Pausder mit „Akteur statt Opfer“?

Sie möchte Dinge selbst verändern, statt nur zu beklagen, dass etwas besser sein könnte. Sie beschreibt sich als starke Idealistin, gekreuzt mit Unternehmertum, und sagt lieber Ja in der Hoffnung, etwas zu bewegen – auch auf die Gefahr hin, dass es nicht klappt.

Was hat Verena Pausder aus ihrer ersten gescheiterten Gründung gelernt?

Ihre geplante Salatbar-Kette kam nie über das Konzept hinaus, weil sie keine Ladenfläche bekam. Entscheidend war, dass sie sich ein Enddatum gesetzt und sich daran gehalten hat. Im Rückblick wurde dieses Scheitern zu einem wichtigen Baustein ihres späteren Erfolgs.

Warum hält Verena Pausder das Aufhören für wichtig?

Sie findet, Aufhören sollte stärker als Stärke gelten. Ein klares Enddatum sei besser, als ein Projekt schleichend auslaufen zu lassen, weil man sich den Schlussstrich nicht traut. Schwer sei das vor allem wegen der investierten Zeit und Energie.

Warum brauchen wir laut Verena Pausder mehr Gründerinnen?

Sie nennt rund 19,8 Prozent Gründerinnen und verweist auf Studien, wonach von Frauen gegründete Unternehmen weniger Fluktuation haben, profitabler sind und länger bestehen. Ihr Ziel ist eine Wirtschaft mit gleichen Chancen und sichtbare Vorbilder für junge Mädchen.

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