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Patrick Schnitzler lacht im Podcaststudio vor einem Mikrofon.

Vom sicheren Zalando-Job zum Klima-Startup

Vom Konzernjob zur Klimamission: Patrick Schnitzler erzählt, warum Freiheit wichtiger als Sicherheit sein kann und wie aus einer Idee ein Unternehmen wurde.

Das nimmst du von
Patrick Schnitzler
mit
  • Wer seine Untergrenze kennt, kann größere Risiken eingehen. Nach einer Startup-Pleite saß Patrick drei Monate ohne Einkommen in Berlin und kaufte nur noch bei Netto ein. Seitdem ist das seine Messlatte: Er weiß, dass er es aushält.
  • Du brauchst keinen Masterplan, du brauchst den nächsten Baustein. Für das CO2-Berechnungsmodell fehlten ihm Fachwissen und Excel-Kenntnisse. Er schrieb erst einmal LinkedIn-Nachrichten und fand später einen Experten, der ein Büro weiter saß.
  • Ein Jahresmotto trägt weiter als ein Jahresziel. An Weggabelungen entscheidet Patrick danach. Das Motto für dieses Jahr heißt Schnitzcore: mehr von dem machen, was er wirklich kann, den Rest abgeben.
  • Trenn Beleidigung von Widerspruch. Hasskommentare unter TikTok-Videos prallen an ihm ab. Was ihn trifft, sind Zweifel an dem Berechnungsmodell, in dem drei Jahre Arbeit stecken.

Was passiert, wenn Sicherheit plötzlich nicht mehr reicht? Im Gespräch mit Christian Steiger erzählt Patrick Schnitzler, warum er den vermeintlich sicheren Karriereweg hinter sich gelassen hat, um mit „Klima und so“ einen eigenen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten.

Dabei spricht er offen über gescheiterte Start-ups, die Suche nach Sinn, den Umgang mit Kritik und die Erkenntnis, dass es oft keinen perfekten Plan braucht – sondern den Mut, den ersten Schritt zu gehen.

Eine inspirierende Folge über Haltung, Unternehmertum und die Frage, wie wir ein Leben gestalten, das nicht nur erfolgreich, sondern auch erfüllend ist.

Das Warum hinter dem Tun

Patrick beschreibt sein Warum mit einem Bild aus einem Coaching: Er sitzt alt auf seiner Veranda, Menschen kommen vorbei und danken ihm dafür, dass er ihnen gezeigt hat, dass es sich lohnt, Dinge zu wagen. Genau das will er mit seinem Unternehmen und seinem Content erreichen, andere ermutigen, ihren eigenen Schritt zu gehen. Lange hatte er kein klares Warum, heute hilft es ihm, Entscheidungen daran auszurichten.

Vom sicheren Weg zur eigenen Hypothese

Nach dem Abitur wollte Patrick zunächst zur Polizei, landete dann in der Unternehmensberatung und empfand sie als eng und stark hierarchisch. Es folgten mehrere frühe Startups, die scheiterten, und während Corona eine Rolle bei Zalando. Jede Station war für ihn eine Hypothese, die er verwarf, wenn sie nicht zu mehr Sinn und Freiheit führte.

10.000 Euro in der Gründung zu verlieren, ist nichts, verglichen mit es versucht zu haben.

Was Scheitern ihm beigebracht hat

Nach einer Startup-Pleite saß Patrick monatelang fast ohne Geld in Berlin und konnte sich kaum mehr als Lebensmittel leisten. Diese Erfahrung wurde zu seiner Baseline, denn er wusste, dass er auch das aushält. Daraus zog er die Freiheit, später Risiken einzugehen, die andere sich nicht trauten. Rückblickend sieht er gerade die harten Phasen als das, was ihn widerstandsfähiger gemacht hat.

Wie aus der Ahrtal-Flut klima&so wurde

Im Sommer 2021 stand das Wasser der Flut nur einen Kilometer von seinem Elternhaus entfernt, sein Onkel lebte direkt am betroffenen Ort in Erftstadt-Blessem. Dieses Erlebnis machte den Klimawandel für ihn plötzlich greifbar und dringlich. Kurz darauf entstand die Idee zu klima&so, einem Unternehmen, das den CO2-Fußabdruck von Marketing und Social Media misst. Angefangen hat er ohne Vorwissen, einfach durch Recherche und erste Gespräche.

Innerhalb von Sekunden kann sich das Leben von Menschen ändern, nicht nur irgendwo, sondern auch bei uns

Haltung gegen Gegenwind

Mit dem Schritt in die Öffentlichkeit kamen auch Hass und Gegenwind, von Beleidigungen auf TikTok bis zu Klimaleugnern in seinen Vorträgen. Persönliche Angriffe kann er heute gut von sich trennen. Schwerer trifft ihn, wenn Menschen die Arbeit anzweifeln, in der Jahre stecken. Die Klarheit über sein Warum gibt ihm den Halt, trotzdem weiterzumachen.

Mehr zur Patrick Schnitzler und seiner Arbeit findest du auf seinem Instagram.

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Patrick Schnitzler
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Häufige Fragen zu
Patrick Schnitzler
Wer ist Patrick Schnitzler?

Patrick Schnitzler ist Gründer des Berliner Unternehmens klima&so und Content Creator. Mit klima&so berechnet er den CO2-Fußabdruck von Social-Media-Kampagnen und Marketing. Vor der Gründung arbeitete er in der Unternehmensberatung, in mehreren Startups und bei Zalando.

Was macht das Unternehmen klima&so?

klima&so misst die CO2-Emissionen von Marketing und Social-Media-Kampagnen und zeigt Marken und Agenturen, wie sie diese senken können, ohne an Reichweite zu verlieren. In einer Case Study mit Yellow sanken die Emissionen um rund 20 Prozent bei besserer Marketing-Performance.

Wie verdient klima&so Geld?

Das Unternehmen hat zwei Kundengruppen. Marken berät es strategisch dazu, wie sich Nachhaltigkeit und Marketing-Performance verbinden lassen. Agenturen nutzen ein Retainer-Modell, mit dem sie ihren Kunden die Emissionen ihrer Kampagnen ausweisen können.

Was rät Patrick Schnitzler angehenden Gründern?

Einfach anzufangen, statt auf den perfekten Plan zu warten. Man dürfe ruhig naiv starten, sich zum Affen machen und Schritt für Schritt dazulernen. Wichtig sei, durchzuhalten, neue Hypothesen zu testen und sich von Gegenwind nicht abbringen zu lassen.

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