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Fabian Walter zusammen mit Christian Steiger

Wie Steuerfabi mit einem TikTok-Video alles veränderte

Sechs Jahre nach seinem ersten TikTok-Video erzählt Fabian Walter, was zwischen Waschmittelkarton und Steuermedienunternehmen wirklich passiert ist. Inklusive der Monate, in denen auf Instagram nichts lief.

Kurz gefasst
Das nimmst du von
Steuerfabi
mit
  • Erkläre dein Thema so, dass es ohne Vorwissen ankommt. Er erklärte Finanzierungen für Firmenkunden, Steuerfälle für Mandanten und eine Fachdatenbank für Steuerkanzleien. Die Regel blieb dieselbe: Mehrwert bringen, verständlich erklären, Relevanz treffen.
  • Hör nicht auf, wenn kaum jemand zuschaut. Auf Instagram kam er anfangs Video für Video auf 32 oder 34 Aufrufe. Eine Creatorin, die er von TikTok kannte, überzeugte ihn weiterzumachen. Er blieb dran, bis es Klick machte.
  • Verlass dich nie auf eine einzige Plattform. Neben TikTok baute er Newsletter, Podcast, Vorträge und ein Buch auf, um nicht von einem Kanal abzuhängen. Am Buch verdiente er kaum etwas, es öffnete ihm aber neue Bühnen.
  • Fang mit der Ausrüstung an, die du hast. Sein erstes Video filmte er mit dem Handy auf einem Waschmittelkarton, ohne Mikro und ohne Stativ. Das Licht kam von der Dunstabzugshaube.

Fabian Walter kennen in Deutschland viele als Steuerfabi. Er erklärt Steuerthemen in kurzen Videos, hat ein Spiegel-Bestseller-Buch geschrieben und spricht auf Bühnen vom Deutschen Steuerberatertag bis zum Europäischen Parlament. Angefangen hat das alles im April 2020 mit einem Handy, das auf einem Waschmittelkarton lag.

Im Tell Your Story Podcast spricht er mit Christian Steiger über die Jahre, die du auf den Kanälen nicht siehst. Die Kündigung ohne eine einzige Einnahme. Die Rechnung mit den eigenen Fixkosten. Ein Buch auf Platz 3 der Bestsellerliste, das im Laden nicht lieferbar war. Und ein Instagram-Start, bei dem lange nichts passierte.

Vom Bankberater zum Erklärer

Wirtschaft hat Fabian Walter schon immer interessiert. Nach dem dualen Studium arbeitete er als Gewerbekundenberater bei einer Bank und beriet Unternehmen bei Finanzierungen. Danach ging er in die Steuerkanzlei seines Vaters und machte berufsbegleitend seinen Master in Betriebswirtschaftlicher Steuerlehre in Freiburg. Später wechselte er zur Haufe Gruppe und war dort mitverantwortlich für die größte Fachdatenbank für Steuerberater. Der rote Faden über alle Stationen: komplizierte Dinge so erklären, dass die andere Seite sie versteht.

Der 5. April 2020 und ein Video vom Waschmittelkarton

Sein Freund Philipp nervte ihn drei Tage lang, bis er endlich ein TikTok-Video machte. Thema: Kann man Kaffee von der Steuer absetzen? Aufgenommen hat er es mit dem Handy auf einem Waschmittelkarton. Ohne Mikro, ohne Licht. Die Frontkamera hat er nicht benutzt, weil er nicht wusste, dass sie filmen kann. Er lud das Video hoch, schloss die App und rechnete mit nichts. Am Ende hatten es 50.000 Menschen gesehen.

Kündigung ohne eine einzige Einnahme

2021 kündigte er seinen Job. Zum Zeitpunkt der Kündigung hatte er keine Einnahmen aus Social Media, dafür rund 1.500 bis 1.800 Euro Fixkosten im Monat: Miete, Krankenversicherung, Essen, Auto. Im Podcast rechnet er vor, warum 1.800 Euro netto Fixkosten nicht 1.800 Euro Umsatz bedeuten, sondern rund 3.600 Euro Gewinn. Die erste Sony-Kamera für rund 600 Euro kaufte er mit dem Gedanken, ob er das Geld jemals wieder reinholt. Sein Umfeld hielt den Schritt größtenteils für verrückt.

1800 Euro netto ist ja nicht 1800 Euro Monatsumsatz, sondern das ist erstmal 3600 Euro Gewinn.

Warum Instagram lange nicht funktionierte

Im Oktober 2020 startete er auf Instagram, ein halbes Jahr nach TikTok. Dort lief es lange gar nicht: 32 Aufrufe, 34 Aufrufe, Video für Video. Aufgegeben hat er nicht. Maria, eine Creatorin von TikTok, sagte ihm immer wieder dasselbe: dranbleiben, der Mehrwert ist groß genug. Irgendwann machte es Klick. Heute hat er dort rund 490.000 Follower. Sein Fazit: Kontinuität ist mindestens so wichtig wie die Sache selbst.

Keiner ist zu 100 % self-made.

Was KI für Steuer- und Handwerksberufe bedeutet

Fabian Walter rechnet damit, dass KI ganze Branchen umwälzt: Beratung, Steuern, Buchhaltung. Sein Argument: Menschen unterschätzen exponentielles Wachstum systematisch. Schon 2021 hat er in einem Video gesagt, Handwerker seien die neuen Investmentbanker, und hält das heute für näher an der Realität als damals. Wer handwerklich begabt ist, sollte diesem Talent nachgehen. Eine Ausbildung sei in KI-Zeiten so wichtig wie nie.

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Wer sich selbstständig macht, kennt den Papierkram, der nebenbei mitläuft. Das Lena Prinzip zeigt dir, wie du mit KI Verwaltung abgibst und mehr Zeit für das bekommst, was wirklich zählt.
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Häufige Fragen zu
Steuerfabi
Wer ist Fabian Walter?

Fabian Walter ist Steuerexperte, Autor und Content Creator aus Freiburg, bekannt als Steuerfabi. Er hat ein duales Studium bei einer Bank gemacht und danach in der Steuerkanzlei seines Vaters gearbeitet. Berufsbegleitend studierte er Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Freiburg. Bei der Haufe Gruppe war er dann für eine Fachdatenbank für Steuerberater mitverantwortlich. Seit 2021 ist er selbstständig und erklärt Steuerthemen auf TikTok, Instagram, LinkedIn, im Newsletter und im Podcast. Sein Buch „Sei doch nicht besteuert“ wurde ein Spiegel-Bestseller.

Wie ist Steuerfabi auf Social Media gestartet?

Am 5. April 2020 lud er sein erstes TikTok-Video hoch, nachdem ihn sein Freund Philipp drei Tage lang dazu überredet hatte. Thema war die Frage, ob man Kaffee von der Steuer absetzen kann. Gefilmt hat er mit dem Handy auf einem Waschmittelkarton, ohne Mikro und ohne Licht. Das Video wurde 50.000 Mal gesehen, und er machte weiter.

Wie verdient Fabian Walter mit Steuer-Content Geld?

Am Anfang gab es noch keine etablierten Geschäftsmodelle für Creator, und zum Zeitpunkt seiner Kündigung hatte er keine Einnahmen. Aufgebaut hat er das Geschäft dann über Werbekooperationen, Vorträge, Bücher und eigene Kanäle wie Newsletter und Podcast. Wichtig war ihm, nicht von einer einzigen Plattform abhängig zu sein, sondern mehrere Säulen aufzubauen. Sein erstes Buch brachte finanziell kaum etwas, half aber, neue Zielgruppen und Bühnen zu erreichen.

Was rät Fabian Walter Selbstständigen und Gründern?

Erstens: Mehrwert liefern, verständlich erklären und dranbleiben, auch wenn es lange nicht läuft. Kontinuität hält er für mindestens so wichtig wie die Idee selbst. Zweitens: rechnen. Umsatz ist nicht Gewinn, und Fixkosten, Steuern und Software-Abos gehören von Anfang an in die Kalkulation. Drittens: nicht über Steuern steuern, sondern wirtschaftlich entscheiden. Und sein Lieblingssatz zum Schluss: Vergleich ist der Dieb der Freude.

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