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Portrait Naomi Jon

Von YouTube zur eigenen Marke

Vom ersten YouTube-Video auf dem Dachboden zur eigenen Marke: Naomi Jon spricht über ihren Weg von Social Media zur Unternehmerin. Im Podcast erzählt sie, wie aus Kreativität und Leidenschaft Musik, Parfum und Business entstanden sind. Und warum ihr Motto bis heute ist: einfach machen.

Kurz gefasst
Das nimmst du von
Naomi Jon
mit
  • Dein erstes Geld verdienst du oft anders als gedacht. Naomis erstes Video mit über einer Million Aufrufen war ein simples Weihnachts-Make-up-Tutorial. Dafür bekam sie 2.000 Euro. Davon gab sie kurz darauf 300 Euro in einem Sephora in New York aus.
  • Zwei Vollzeitjobs gehen eine Weile, aber nicht ewig. Während ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin drehte und schnitt sie am Wochenende. Ihre Mutter sagte ihr früh, sie solle die Ausbildung abbrechen, wenn es zu viel wird.
  • Sprich die Sprache deines Publikums, nicht die deines Umfelds. Naomi startete auf Englisch, weil ihre Fanbase von Musical.ly international war. Aus Deutschland kamen dafür Kommentare wie „Möchtegern, warum macht sie keine deutschen Videos“.
  • Rechne damit, dass dein Job morgen weg sein könnte. Die Angst vor der Plattformabhängigkeit ist bei ihr nicht abstrakt, sondern jeden Tag untergründig da. Einen Vertrag über Views gibt es nicht.

Im Tell Your Story Podcast spricht Christian Steiger mit Naomi Jon über eine unternehmerische Reise, die im Kinderzimmer mit einer Kamera begann. Aus der Lust am Kreativsein wurde eine Marke mit mehreren Standbeinen – von Beauty-Content über eigene Parfüms bis zur Musik.

Das Gespräch zeigt, wie aus einem Hobby Schritt für Schritt ein Geschäft wird, welche Rolle Familie und Umfeld dabei spielen und wo die Grenzen der eigenen Kontrolle liegen. Außerdem geht es um den Druck, der mit dem Creator-Beruf einhergeht.

Einfach machen: der Start auf YouTube

Naomi Jon begann 2016 auf Musical.ly und lud 2017 ihr erstes YouTube-Video hoch. Geprägt von einem Au-pair-Jahr in England und US-amerikanischen Vorbildern entschied sie sich bewusst für englischsprachige Videos. Ihr wichtigster Rat an alle, die zögern: einfach anfangen, statt später zu bereuen, es nicht versucht zu haben.

Vom Hobby zum Business

Der Übergang kam schleichend – spürbar etwa bei der ersten Steuerabrechnung oder als sie ein Management bekam und Leute für sie arbeiteten. Den ersten echten Umsatz brachte ein Make-up-Tutorial mit über einer Million Views. Bei Rechtsformen wie GmbH oder UG verließ sie sich stark auf Beratung und kritisiert, dass solches Wissen in der Schule fehle.

Eigentlich entsteht alles aus Leidenschaft.

Diversifikation: Make-up, Parfüm, Musik

Aus dem Beauty-Content wuchsen weitere Standbeine. Anstöße kamen oft aus dem Umfeld, die Entscheidung traf sie aber selbst, weil am Ende alles auf ihre Marke zurückfällt. Die Musik war zunächst reine Selbstverwirklichung – ein Kindheitstraum, in den sie viel investierte, auch wenn das wirtschaftlich nicht immer klug war.

Alles selbst: Kontrolle und Loslassen

Als Solo-Selbstständige ohne Festangestellte macht Naomi Jon vieles selbst – Schnitt, Konzepte, Cover, Inszenierung. Sie tut sich schwer damit, Aufgaben abzugeben, weil ihre persönliche Handschrift erkennbar bleiben soll. Das begrenzt die Skalierbarkeit, sichert aber die Eigenständigkeit ihrer Marke.

Mein Resümee ist immer: Ich kann es am besten.

Die Schattenseiten: Druck und Plattformabhängigkeit

Naomi Jon spricht offen über die ständige, unterschwellige Angst, vom Algorithmus abhängig zu sein, und über das Burnout-Risiko in der Branche. Austausch findet sie bei wenigen langjährigen Creator-Freundschaften mit ähnlichen Herausforderungen. Kritik an ihrer Musik trifft sie besonders, weil dieses Projekt für sie am persönlichsten ist.

Mehr zur Naomi Jon und ihrer Arbeit findest du auf Ihrem Instagram-Kanal.

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Naomi Jon
40
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Mehr Zeit für deine Idee
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Auf einen Blick
Häufige Fragen zu
Naomi Jon
Wie hat Naomi Jon mit Social Media angefangen?

Sie startete 2016 auf Musical.ly und lud 2017 ihr erstes YouTube-Video hoch. Beeinflusst von einem Au-pair-Jahr in England und US-amerikanischen Vorbildern entschied sie sich bewusst für englischsprachige Beauty-Videos. Schon ihr erstes Video erreichte rund 2.000 Aufrufe – für sie damals ein großer Moment.

Womit verdient Naomi Jon Geld?

Den ersten nennenswerten Umsatz brachte YouTube-Werbung – etwa 2.000 Euro für ein Make-up-Tutorial mit über einer Million Views. Heute steht sie auf mehreren Standbeinen: YouTube und Social Media, eigene Parfüms und Musik. YouTube bezeichnet sie dabei als ihre zentrale Einnahmequelle.

Wie organisiert Naomi Jon ihr Business?

Sie arbeitet als Solo-Selbstständige ohne Festangestellte, mit je einer Bezugsperson im Social-Media- und im Musik-Management und Freelancern für einzelne Projekte. Vieles – Schnitt, Konzepte, Cover, Make-up – macht sie selbst, um ihre Handschrift zu wahren. Das begrenzt die Skalierbarkeit, sichert aber ihre Eigenständigkeit.

Welche Schattenseiten des Creator-Berufs spricht Naomi Jon an?

Sie beschreibt eine ständige, unterschwellige Angst vor Plattformabhängigkeit und das in der Branche verbreitete Burnout-Risiko. Austausch findet sie bei wenigen langjährigen Creator-Freundschaften. Kritik an ihrer Musik trifft sie besonders, weil dieses Projekt für sie am persönlichsten ist.

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