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Robin Rombach zusammen mit Christian Steiger

Black Forest Labs begann als Masterarbeit

Robin Rombach hat Stable Diffusion mitentwickelt und mit neun Leuten aus Uni und früheren Startups Black Forest Labs gegründet. Es geht um den Schritt vom Labor in die eigene Firma und um den Fokus, den Erfolg kostet.

Das nimmst du von
Robin Rombach
mit
  • Mach, was dir Spaß macht, und das jeden Tag. Fürs Musik-Abi musste Robin Rombach Gehörbildung nachholen und übte jeden Tag vier Stunden. Seine Lehre daraus: Wenn eine Sache Spaß macht und du viel Zeit reinsteckst, wirst du besser. Das nahm er ins Physikstudium mit.
  • Gründe mit Leuten, mit denen du schon gearbeitet hast. Sein Mitgründer Patrick war der Betreuer seiner Masterarbeit, Andi kam später in dieselbe Arbeitsgruppe. Auf den Gründungsdokumenten von Black Forest Labs stehen zehn Namen, alle aus der Uni-Zeit und den Startups davor.
  • Sag die wichtigen Dinge öfter als einmal. Seit das Team gewachsen ist, merkt Robin Rombach, dass nicht mehr jeder einen Satz gleich versteht. Er versucht, so klar wie möglich zu sein und Dinge zu wiederholen.
  • Sag Nein, auch wenn die Anfrage verlockend ist. Nach dem Start von Flux 1 kamen Anfragen von allen Seiten. Das Team musste lernen, hart zu filtern und auch beim Produkt viel abzusagen. Bei der Einladung zum G7-Gipfel hat er trotzdem Ja gesagt.

Robin Rombach stand nach dem Abi kurz vor einem Musikstudium und wählte in letzter Minute Physik. Heute leitet er Black Forest Labs in Freiburg, deren Bild- und Videomodelle weltweit im Einsatz sind. Wie kommt man von der Gitarre zur KI-Forschung?

Im Tell Your Story Podcast spricht er mit Christian Steiger über die Jahre dazwischen. Über eine Arbeitsgruppe in Heidelberg, in der man noch daran glauben musste, dass generative Bildmodelle einmal funktionieren. Über zehn Namen auf den Gründungsdokumenten. Und über einen Film, der Optimismus heißen müsste.

Vier Stunden Gitarre am Tag

Robin Rombach kommt aus einer Gastwirtschaft im Schwarzwald. Im Abi war Musik sein Schwerpunkt, er spielte Gitarre und lernte für die Prüfung Gehörbildung nach, vier Stunden am Tag. Kurz vor dem Musikstudium entschied er sich dann doch für Physik, gezielt in Heidelberg, weil die Uni dort einen sehr guten Ruf hat. Physik war für ihn das allgemeinste Studium, das möglichst viele Wege offenlässt.

Programmieren konnte er am Anfang nicht. Er merkte aber schnell, dass er physikalische Systeme ohne Numerik nicht simulieren kann, und brachte es sich bei. Über Simulationen und Musterbildung kam er zu den ersten Vorlesungen über KI, die ihn sofort gepackt haben.

Ein Betreuer, der Mitgründer wurde

Für seine Masterarbeit ging er 2017 in die Computer-Vision-Gruppe am Institut für Wissenschaftliches Rechnen in Heidelberg. Dort wurde ihm Patrick als Betreuer zugeteilt, heute einer seiner Mitgründer. Die beiden arbeiteten schon damals an generativen Modellen für Bilder, zu einer Zeit, in der weder die Algorithmen noch die Rechenleistung so weit waren.

Wenn man das vergleicht mit dem, was heute passiert, da musste man schon dran glauben, dass es mal besser funktioniert.

Das Team arbeitete von Konferenzdeadline zu Konferenzdeadline und maß sich mit Forschung von Google und OpenAI. Daraus entstand das Paper zu Latent Diffusion, ein Verfahren, das ausnutzt, dass sich Bilder und Videos komprimieren lassen. Robin Rombach blieb für die Promotion in der Gruppe. Heute gilt das Paper als eines der grundlegenden der generativen Bild-KI.

Stable Diffusion und der Weg nach Freiburg

Auf Basis von Latent Diffusion trainierte das Team das Text-zu-Bild-Modell Stable Diffusion, in einer Kooperation mit Stability AI aus London und Runway. Robin Rombach arbeitete dafür eine Zeit lang remote. Das Modell war Open Source und hatte gerade deshalb so viel Wirkung.

Während der Pandemie hatten er und Andi, ein weiterer späterer Mitgründer aus Waldkirch, genug von Remote Work. Für das Londoner Startup durften sie sich aussuchen, wo sie ein Büro eröffnen, und entschieden sich für Freiburg. In einem kleinen Büro ganz in der Nähe des heutigen Standorts stellten sie die ersten Leute ein. Alle, die damals dazukamen, gehören heute zum erweiterten Gründungsteam.

Zehn Namen auf den Gründungsdokumenten

Den Anstoß zur eigenen Firma gab eine Konferenz in den USA. Zurück in Deutschland schlug Robin Rombach erst Andi, dann den anderen vor, selbst zu gründen. Unabhängigkeit war dem Team schon immer wichtig, die Zustimmung kam schnell. Im April 2024 startete Black Forest Labs mit zehn Gründern aus der Uni-Zeit und den Startups davor.

Zum Start klärten sie, wer was übernimmt: wer das HR-System aufsetzt, wer das Hiring ankurbelt, wer sich auf die Technik konzentriert. Mit dem ersten Modell Flux 1 kamen die Anfragen in Massen und die ersten Leute ohne technischen Hintergrund dazu. Seitdem sucht das Team die Balance zwischen technologischer Innovation und einem tragfähigen Geschäft.

Nein sagen, wiederholen, optimistisch bleiben

Als CEO arbeitet Robin Rombach heute ganz anders als in der Promotion, wo es nur ein Thema gab. Mit dem Wachstum hat er gelernt, klarer zu kommunizieren und Wichtiges zu wiederholen. Und er hat gelernt, Nein zu sagen, auch beim Produkt. Den Kopf frei bekommt er auf dem Rennrad, beim Mountainbiken oder beim Spaghetti-Eis mit seiner Tochter in Kirchzarten.

Gefragt nach dem Titel für einen Film über sein Leben, landet er bei Optimismus. Ihm ist wichtig, nach vorn zu schauen, statt die Vergangenheit zum Zielbild zu machen. Zu einem im Netz diskutierten Zitat über die Dauer einer GmbH-Gründung sagt er: Prozesse müssen schneller werden, aber gründen ist hier möglich. Nicht motzen, sondern machen.

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Häufige Fragen zu Robin Rombach

Wer ist Robin Rombach?

Robin Rombach ist Mitgründer und CEO von Black Forest Labs in Freiburg. Er kommt aus dem Schwarzwald und hat in Heidelberg Physik studiert. In der Computer-Vision-Gruppe am Institut für Wissenschaftliches Rechnen forschte er an generativen Bildmodellen und entwickelte Latent Diffusion und Stable Diffusion mit.

Was macht Black Forest Labs?

Black Forest Labs entwickelt KI-Modelle, die Bilder und Videos erzeugen, bekannt ist vor allem die Modellfamilie Flux. Laut Podcast steckt die Technologie unter anderem bei Adobe, Canva, Meta und Microsoft. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Freiburg und ist eng mit dem Silicon Valley vernetzt.

Wie ist Black Forest Labs entstanden?

Der Kern des Teams arbeitete schon an der Uni Heidelberg zusammen und trainierte später Stable Diffusion mit Stability AI und Runway. Nach einer Konferenz in den USA schlug Robin Rombach vor, eine eigene Firma zu gründen. Im April 2024 startete Black Forest Labs mit zehn Gründern, das erste Modell hieß Flux 1.

Was rät Robin Rombach Gründern?

Er rät, nicht über die Rahmenbedingungen zu klagen, sondern anzufangen: Gründen ist in Deutschland möglich, auch wenn manche Prozesse schneller werden müssen. Wer wächst, sollte Wichtiges klar sagen und oft wiederholen. Und wer Erfolg hat, muss lernen, Nein zu sagen, um den Fokus zu behalten.

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