BäckerAI Großrinderfeld

Unser täglich Brot berechne uns heute

Zu gut für die Tonne: Mit künstlicher Intelligenz wollen die Gründer Franz, Fabian und Jan die Lebens­mittel­verschwendung in Bäckereien halbieren – und das ist erst der Anfang.

Woher wissen Bäckereien, wie viele Hörnchen sie für den nächsten Tag backen sollen? „Bauchgefühl“, sagt Franz Seubert. „Und Berufserfahrung. Im besten Fall noch Zahlen aus der Vergangenheit.“ Dumm nur, dass das meist nicht reicht: Täglich produzieren Bäckereien mehr, als sie verkaufen. Brot und Backwaren landen besonders häufig im Müll, fast 1,7 Millionen Tonnen jedes Jahr in Deutschland.

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Zu gut für die Tonne: Mit künstlicher Intelligenz wollen die Gründer Franz, Fabian und Jan die Lebens­mittel­verschwendung in Bäckereien halbieren – und das ist erst der Anfang.
BäckerAI auf einem Tablet
Brötchen und Brote

Seubert, 29 Jahre, ist im Lebensmittelmarkt seines Vaters groß geworden: „Abends fliegt vieles, was nicht verkauft wurde, in die Tonne, nicht nur Brot, sondern alle möglichen frischen Produkte. Und das nur, weil jemand schlecht geplant hat.“ Seubert seufzt. Vor drei Jahren sei er im Laden des Vaters über einen Kistenstapel voller Brötchen gestolpert. Retouren. Erst lag er benommen auf dem Supermarktboden. Dann hatte Seubert, der damals an der Uni Würzburg Wirtschaftsinformatik studierte, eine Idee: „Eine Software gegen Lebensmittelverschwendung. Ein Programm, das genau plant, statt einfach nur zu schätzen.“

Anfang 2021 gründete er gemeinsam mit den Würzburger Wissenschaftlern Jan Meller und Fabian Taigel das Start-up namens PlanerAI. Deren jahrelange Forschungsarbeit bildet die Grundlage für die erste Software: BäckerAI. Damit könne man vorhersagen, wie viele Backwaren benötigt werden. „Das Programm nutzt viele Informationen, nicht nur die Verkaufszahlen.“ Ist Feiertag? Sind Feste in der Nähe? Gibt es Werbeaktionen? Wie ist das Wetter? Ist Grillsaison? „Dann kaufen die Leute weniger Mandelhörnchen und mehr Baguettes.“ Praktisch, wenn die dann nicht schon mittags ausverkauft sind.

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So reduziere das Programm nicht nur Verluste, sondern kurble den Verkauf an. Über 150 Variablen werden berücksichtigt. „Wenn wir es beim Kunden anschmeißen, läuft es erst mal 24 Stunden durch.“ Danach habe es dreißig Jahre Bauchgefühl und die gesammelte Verkaufserfahrung des Verkaufsteams überflügelt. Es funktioniere ab einer Betriebsgröße von acht Filialen: „Dann reicht die Datenbasis.“ In über 300 Supermärkten und Bäckereifilialen errechne es bereits die ideale Bestellmenge: „Da wird nur noch produziert, was auch gebraucht wird“, sagt Seubert stolz.

Das Team sei auf 15 Mitarbeitende gewachsen. Seuberts Ziel: In zwei Jahren die führende Planungslösung im Bäckermarkt sein. Das ist erst der Anfang. Die Gründer wollen den gesamten Lebensmittelhandel nachhaltiger machen. Was bei Brot funktioniert, kann auch bei Wurst, Milchprodukten oder Obst klappen.

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