Hier erzählen Menschen, die mit ihrem Betrieb etwas bewegen wollen und trotzdem rechnen müssen.
Wirkung und Rechnung sind hier kein Gegensatz. Plastic2Beans verbindet Plastikrecycling und Kaffeehandel in einem Geschäftsmodell, und das passt besser zusammen, als es klingt. WEtell macht Mobilfunk klimaneutral und will das System von innen verändern. Bei Weserholz bringt ein Bildungsprogramm Menschen mit Fluchterfahrung über den Möbelbau in Arbeit.
Keiner dieser Betriebe lebt von guten Absichten. Sie müssen genauso rechnen wie alle anderen.
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Micha Fritz baute Viva Con Agua mit auf und sagt rückblickend nur einen Satz. Nichts von alledem war geplant. Titus Dittmann baute erst Skateboards und baut heute Skateparks in aller Welt. Bei Talking Hands war der Zweck von Anfang an der Antrieb, Gebärdensprache für Kinder zugänglich zu machen.
Fast nie steht am Anfang ein Plan für Wirkung. Meistens steht dort ein Problem, das jemand nicht mehr aushielt.
Die Gründerinnen von Happie Haus kennen die Diagnose Brustkrebs selbst und bauen heute eine App für Betroffene. Bei Familienhörbuch nehmen sterbenskranke Eltern ihre Lebensgeschichte für ihre Kinder auf. Der Altenpfleger Stephan Wengel entwickelte ein Fruchtgummi, das Demenzkranke mit Nährstoffen versorgt.
Betroffenheit ist keine Schwäche im Geschäftsmodell. In diesen Geschichten ist sie der Grund, warum jemand nicht aufgibt.
Nein. Andreas Schmucker sagt, Verantwortung und Verdienen passen für ihn zusammen. Max Salamon verwandelt leerstehende Flächen in Wohnraum. Bei Fairfood Freiburg wurde aus fairem Nüssehandel ein Betrieb, der sich trägt.
Die Rechtsform entscheidet nicht über die Wirkung. Sie entscheidet darüber, wie das Geld fließt.
Andreas Lutz verlor nach der Dotcom-Blase seinen Job und führt heute den Verband der Gründer. Emanuele Monaco setzt noch früher an und bringt Unternehmertum in die Schule.
Es gibt Leute, deren Aufgabe genau das ist. Die meisten Selbstständigen wissen nur nicht, dass es sie gibt.
Du erzählst uns, was du bewegen willst und wie du es finanzierst. Wir geben deiner Geschichte die Bühne, im Magazin, im Podcast oder auf einer ganzen Seite in der ZEIT.