Werkstatt, Baustelle, Werkbank. Hier erzählen Handwerker, wie aus der Meisterprüfung ein eigener Betrieb wird und was Wertarbeit heute noch bedeutet.
Im Handwerk ist das Können das Produkt. Johanna Röh trägt die Zunfthose mit Stolz und kämpft dafür, dass auch Selbstständige gesetzlichen Mutterschutz bekommen. Bei Trickstuff wurde aus Begeisterung für Fahrradbremsen ein Betrieb, der weltweit liefert. Und Insa Keilbach bindet jedes Buch von Hand, obwohl ihr Label bisher mehr kostet, als es einbringt.
Was diese Betriebe verbindet, ist nicht die Größe. Es ist, dass jemand eine Sache wirklich kann.
Bitte versuche eine andere Auswahl.

Ben Berger ging vom Lehramtsstudium ins Handwerk und arbeitet heute als Tischler. Anna Lessing wollte Lehrerin werden und macht heute veganen Käse in einer alten Fleischerei. Bei Hackbrett Longboards wurde aus dem Hobby ein Beruf, handgemacht und nachhaltig.
Der Quereinstieg ist hier keine Ausnahme. Was fehlt, lernen die meisten in der eigenen Werkstatt.
Johanna Röh will als Tischlermeisterin das Handwerk für Frauen attraktiver machen. Anna-Lena Hochuli lernt Elektronikerin und zeigt online, wie der Alltag wirklich läuft. Franka Bähr schneidet in Freiburg Haare und stylt in Paris und Mailand die Laufstege.
Die Klischees sind noch da. In diesen Geschichten sind sie eher Antrieb als Hindernis.
Bei Valhalla Ski entstehen Ski in kleiner Serie, die Kunden kommen über digitale Kanäle aus der ganzen Welt. Pretty Straw formt Trinkhalme aus Glas und verkauft sie über den eigenen Webshop. Timo Horl entwickelte einen Rollschleifer und baute daraus einen Weltvertrieb.
Gutes Handwerk verkauft sich nicht von allein. Es braucht jemanden, der es zeigt.
Till und Brot öffnet erst um elf, weil Sauerteig Zeit braucht, und versteht Brotbacken als Statement gegen die Wegwerfgesellschaft. Bei Classic Shoes werden getragene Schuhe aufgearbeitet statt ersetzt. Schwerelosigkite macht seit 2005 Mode aus alten Kite-Segeln.
Nachhaltigkeit ist hier eine Frage der Machart. Sie steckt im Produkt, nicht in der Broschüre.
Viktoria Fuchs führt Hotel und Restaurant Spielweg im Münstertal in sechster Generation, der Betrieb ist seit 1861 in Familienhand. Antonia Cox wollte als Jugendliche nie etwas mit Blumen machen und hat den Familienbetrieb ausgegründet. Bei Kamm und Bogner liefert der Betrieb seit 190 Jahren Textilien und sucht jetzt nachhaltige Wege.
Tradition ist kein Selbstläufer. Sie hält, wenn jemand sie verändern darf.
Du erzählst uns, was du baust und was es besonders macht. Wir geben deiner Geschichte die Bühne, im Magazin, im Podcast oder auf einer ganzen Seite in der ZEIT.