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Christian Steiger sitzt auf einem braunen Sofa und schaut in die Kamera

Deutschland, mach das Gründen einfach!

Bei Lexware lautet unser Motto „einfach machen”. Das bedeutet für uns nicht nur Ansporn und Ermutigung zu geben, Geschäftsideen in die Tat umzusetzen, sondern immer auch, die nötigen Abläufe einfacher zu machen, statt kompliziert. Das ist unser Anspruch, bei allem was wir tun. Und weil „einfach machen" eben nicht so einfach ist, wenn man sich um alles selbst kümmern muss, reduzieren wir mit unseren Softwarelösungen den Aufwand für all die lästigen administrativen Tätigkeiten, die für ein erfolgreiches Geschäft nötig sind. Umso mehr irritiert es mich, dass es in Deutschland beim Thema Gründung genau anders herum läuft.

Christian Steiger sitzt an einem Schreibtisch und hat einen Laptop vor sich liegen

Umso mehr irritiert es mich, dass es in Deutschland beim Thema Gründung genau anders herum läuft und in den letzten drei Jahren  die Gründungen um 90.000 zurückgegangen sind gegenüber 2019  (Staista X Lexware KMU Data Hub). Der um sich greifende Bürokratismus nervt Bürger:innen und Unternehmen zunehmend. Und er demotiviert neue  Unternehmensgründungen und schafft genau keine Kultur der Innovationen durch Macher:innen.  Und dabei sollte es so unkompliziert wie möglich sein, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Andere Länder, etwa Estland oder die skandinavischen Länder, machen uns das vor. Im Best Countries Ranking 2023 zur Gründung eines Unternehmens belegt Deutschland gerade einmal den 31. Rang (Statista). Das zeigt, wie wenig Gründungsfreundlich wir hierzulande sind.

Neue Zahlen aus unserem Lexware-Trendradar zeigen: neben fehlenden finanziellen Mitteln sind immer wieder die bürokratischen Anforderungen der Grund, warum Menschen die Lust am Machen vergeht. Ein KfW Research Paper zeigt, dass nur noch 23 Prozent im erwerbsfähigen Alter sich, unabhängig von  ihrer momentanen Situation, eine Selbstständigkeit überhaupt vorstellen mögen.  Für eine moderne Volkswirtschaft ist das besorgniserregend. Denn ohne Lust auf Unternehmertum schwächelt auch die Innovationskraft. Das betrifft uns alle: in der Wirtschaft UND in der Gesellschaft.

Aber es gibt viele Stellschrauben, die jetzt neu justiert werden können,  damit unternehmerisches Durchstarten von Anfang an Spaß macht. Und zwar, indem an erster Stelle die  Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden.  Schon der  Gründungsprozess sollte schnell und unkompliziert sein. Von “Pain zu Gain”. Und das  gilt eben nicht nur für die Buchhaltung, sondern für die Bürokratieanforderungen  insgesamt, bis hin zu den Fördermöglichkeiten, die ja erfreulicherweise da sind. Aber bei über 2.500 verschiedenen Fördertöpfen und -möglichkeiten wieder zum Bürokratie-Dschungel werden, anstatt zur Entlastzung.

Warum machen wir eine Gründung nicht so einfach wie eine Online-Buchung? Sicher und leicht verständlich, als digitaler Service, der motiviert und Gründungsbereiten nicht direkt den Wind aus den Segeln nimmt, sondern mit einem guten Gefühl in die Selbständigkeit hebt?

Das Gerenne von Amt zu Amt, unklaren Zuständigkeiten, etwa ob bei freiberuflichen Gründungen das Finanzamt, oder bei Gewerbetreibenden das Gewerbeamt erste Anlaufstelle ist, können der Vergangenheit angehören. Unsicherheit über die nötigen Sozialversicherungen, Berufsgenossenschaften und  etwaigen Meldepflichten  ebenfalls. Alle weiteren Genehmigungen und Lizenzen können genauso gut digital eingeholt werden.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, es ist nicht nur der Umstand, dass Behördengänge  zu lange dauern, der alle  ausbremst, sondern vor allem  die große Unsicherheit darüber, wie man überhaupt allen Anforderungen gerecht werden soll, in dem Wirrwarr der Zuständigkeiten und Vorschriften in diesem Land. Diese Sorgen könnte man Gründerinnen und Gründern sofort nehmen.

Zukunftsszenario: "Ein-Klick-Gründung"

Gründungen können radikal vereinfacht und digital ermöglicht werden. Schauen wir nach Estland, sehen wir, dass heute schon viel geht. Ich mache es einmal plakativ. So könnte die digitale Gründung der Zukunft zum Beispiel aussehen:

  • Eine zentrale, staatliche Online-Plattform ermöglicht die gesamte Gründung digital. Mit einem sicheren digitalen Identitätsnachweis (z.B. über eine eID-Funktion) kann sich der Gründer identifizieren.
  • Basierend auf einem kurzen Fragebogen schlägt das System automatisch eine passende Rechtsform vor und erklärt leicht verständlich die steuerlichen und rechtlichen Unterschiede.
  • Die Gewerbeanmeldung erfolgt online über die Plattform. Die benötigten Dokumente werden digital hochgeladen und automatisch verarbeitet.
  • Das System leitet die Informationen automatisch an das Finanzamt, die Sozialversicherungsträger und Berufsgenossenschaften weiter. Eine Steuernummer wird automatisch generiert.
  • Ein digitaler Assistent informiert über branchenspezifische Anforderungen und hilft bei der Beantragung notwendiger Genehmigungen.
  • Automatisierte Compliance-Prüfung: Das System überprüft automatisch, ob alle rechtlichen und steuerlichen Vorschriften eingehalten werden. Dank Schnittstellen zu relevanter Unternehemens- und Buchhaltungssoftware werden Prozesse automatisiert und der Zeitaufwand für Bürokratie minimiert.

Alles, was man zum Starten brauchen sollte,  ist ein Traum,  ein gutes Geschäftskonzept und einen Internetzugang. Die Möglichkeiten sind da,  aber diese  Zukunft muss man auch wollen. Hier fehlt mir die Ambition von staatlicher Seite, sich als innovativer Rahmengeber  zu verstehen. Denn in der Digitalisierung liegt die große Chance! Nicht nur für Gründerinnen und Gründer in spe, sondern auch für den Staat, Unternehmensgründungen für Bürger:innen einfach zu machen und vor allem, Gründungswilligen die Sorgen vor Fehlern zu nehmen und damit einen wichtigen Teil zu einer stärkeren Gründungsmentalität beizutragen.

Wir übernehmen unseren Teil für die Buchhaltung mit lexoffice, inklusive integriertem Geschäftskonto gern, und sehen, dass dank Digitalisierung die Steuerbürokratie und Finanzbuchhaltung keine Sorgen, sondern Spaß machen kann und Selbstständige so viel mehr Zeit für die unternehmerischen Kernaufgaben bleibt. Deutschland, wenn du dir mehr Unternehmertum wünschst, mach die Gründung einfach!"

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