Weißer Pfeil nach rechts
Lexware
Felix von der Laden und Christian Steiger

Vom Spielkind zum Unternehmer

Felix von der Laden spricht über seine Reise vom Minecraft-Kanal zum Unternehmer mit zehn Mitarbeitenden – und warum er sich bewusst für die Rückkehr zum Solo-Creator entschieden hat. Ein Gespräch über Spaß, Verantwortung und echtes Unternehmertum.

zur Person

Felix von der Laden

Felix von der Laden, bekannt als Dner, wurde am 25. Juni 1994 in Reinbek geboren und wuchs mit mehreren Geschwistern in der Nähe von Lübeck auf. 2013 machte er Abitur an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg und zog danach nach Köln, wo er drei Monate Medienwirtschaft studierte, das Studium aber abbrach, um sich vollständig YouTube zu widmen. 2011 hatte er seinen Kanal mit Let’s-Plays gegründet und am Abend seiner Abiturzeugnis-Verleihung die ersten 100.000 Abonnenten geknackt; heute folgen ihm rund 3,2 Millionen Menschen. Schon als Kind verkaufte er innerhalb der Familie Mickey-Maus-Magazine an seinen Bruder weiter – bis seine Mutter es entdeckte. Neben YouTube war er von 2017 bis 2019 als Rennfahrer im Motorsport aktiv und ist seit 2022 Formel-1-Experte bei Sky Sport F1. Er liebt seinen Hund Alfie, der einen eigenen Instagram-Account hat.

Kurz gefasst
Felix von der Laden
Im Überblick
  • Unternehmerisches Denken zeigte sich früh, etwa als er auf einem Minecraft-Server ein virtuelles Kaufhaus aufbaute und Shops vermietete.
  • Mit dem ersten eigenen Kameramann professionalisierte er seine Vlogs und baute später ein Unternehmen mit rund zehn Festangestellten auf.
  • Das Unternehmen umfasste Merch, eine Vermarktungsagentur für andere Creator und die eigene Produktion; den größten Gewinn brachten aber stets die YouTube-Videos selbst.
  • Während der Corona-Zeit drehte er wieder allein und entschied sich danach bewusst, das Drumherum abzubauen und als Solo-Unternehmer weiterzumachen.

Felix von der Laden, unter dem Namen „Dner“ bekannt geworden, ist einer der reichweitenstärksten YouTuber Deutschlands. Aufgewachsen mit mehreren Geschwistern in der Nähe von Lübeck, zog er zum Studium nach Köln und baute dort über Jahre seinen Kanal und ein eigenes Unternehmen auf.

Im Gespräch mit Christian Steiger erzählt er, wie aus einem Hobby im Kinderzimmer ein Beruf wurde, warum Spaß für ihn an erster Stelle steht und weshalb er sich nach einer Phase mit eigenem Team bewusst wieder für das Solo-Unternehmertum entschieden hat.

Vom Kinderzimmer auf die große Bühne

Von der Laden begann als Teenager mit Gaming-Videos, zunächst ohne dass seine Familie davon wusste. Am Tag seiner Abizeugnis-Verleihung knackte er die ersten 100.000 Abonnenten, heute hat sein Hauptkanal über drei Millionen. Anfangs hoffte er nur, mit YouTube sein Studium finanzieren zu können, statt kellnern zu müssen.

Das ist der beste Job, den ich mir vorstellen kann.

Unternehmerisches Denken seit der Kindheit

Schon als Kind zeigte sich sein Geschäftssinn, etwa als er Hefte nach dem Lesen an seinen Bruder weiterverkaufte. Prägend war ein Minecraft-Server, auf dem er ein virtuelles Kaufhaus aufbaute, Shops vermietete und so zum reichsten Spieler wurde. Für eine Verlosungsaktion lud er sein erstes Video hoch, der Ursprung seines späteren Kanals.

Vom Solo-YouTuber zum Team

Sechs Jahre lang machte von der Laden alles allein, vom Drehen bis zum Schneiden. Als er von Gaming zu aufwendigen Vlogs und Motorsport wechselte, holte er sich seinen ersten Kameramann und gründete Team Spielkind. Das war ein Novum, denn in der Szene galten Solo-YouTuber, die alles selbst machen, als die echten Macher.

Das Geschäft hinter den Videos

Zum Höhepunkt beschäftigte von der Laden rund zehn Festangestellte. Das Unternehmen umfasste Merch in Eigenregie, eine Vermarktungsagentur für andere Creator und die eigene Produktion. Die Agentur entstand aus Unzufriedenheit mit früheren Netzwerken; den größten Gewinn brachten jedoch stets die YouTube-Videos selbst, weil sie kaum Kosten verursachen.

Zurück zum Solo-Unternehmer

Während der Corona-Zeit drehte von der Laden wieder allein und merkte, wie sehr ihm das Spaß macht. Mit Blick auf die Zahlen entschied er sich bewusst, das Drumherum abzubauen, weil die Videos zugleich am meisten Freude bereiten und am profitabelsten sind.

Alles, was für mich schön ist, hilft mir wirtschaftlich.

Mehr zu Felix und seiner Arbeit findest du auf: youtube.com/felixladen

Volltext-Transkript

Gesprächstranskript lesen

Felix von der Laden
48
Min. Gesprächsdauer
Auf einen Blick
Häufige Fragen zu
Felix von der Laden
Was ist Felix von der Ladens wichtigster Antrieb?

Spaß. Er sieht YouTube als den besten Job, den er sich vorstellen kann, und ist überzeugt, dass man in dem gut wird, was man mit Freude macht. Entscheidungen richtet er bis heute danach aus.

Wie hat Felix von der Laden früh unternehmerisch gedacht?

Schon als Kind, etwa als er Hefte an Geschwister weiterverkaufte. Prägend war ein Minecraft-Server, auf dem er ein virtuelles Kaufhaus aufbaute, Shops vermietete und so zum reichsten Spieler wurde. Daraus entstand auch sein erstes Video.

Wie groß war sein Unternehmen?

Zum Höhepunkt rund zehn Festangestellte. Das Unternehmen umfasste Merch in Eigenregie, eine Vermarktungsagentur für andere Creator und die eigene Videoproduktion. Den größten Gewinn brachten aber stets die YouTube-Videos.

Warum wurde Felix von der Laden wieder Solo-Unternehmer?

Während Corona drehte er wieder allein und merkte, dass ihm das am meisten Spaß macht und zugleich am profitabelsten ist. Deshalb baute er das Drumherum bewusst ab und konzentriert sich heute auf die Videos.

Tell Your Story Podcast

Tell Your Story: Der Macher:innen Podcast

Streame den Podcast jetzt ganz bequem auf deiner Lieblingsplattform!