Ein Mensch, ein Geschäft. Hier erzählen Solo-Selbstständige, wie sie ihren Alltag organisieren, Kunden gewinnen und den Kopf frei halten. Den Bürokram machen wir.
Solo ist keine Vorstufe zu etwas Größerem. Peter Gaymann zeichnet seit 1976 als selbstständiger Cartoonist, fast fünf Jahrzehnte ohne Team. Felix von der Laden hatte schon zehn Mitarbeitende und ging bewusst zurück zum Ein-Personen-Betrieb. Bei Valhalla Ski entstehen Ski in kleiner Serie, die Kunden dafür kommen aus der ganzen Welt.
Für viele hier ist das Alleinarbeiten eine Entscheidung, keine Zwischenstation. Was sie verbindet, ist nicht die Größe. Es ist, dass jede Entscheidung bei ihnen selbst liegt.
Bitte versuche eine andere Auswahl.

Nein, und kaum jemand hier tut das. Anastasia Barner gründete mit 20 Jahren FeMentor, eine Plattform, auf der Erfahrung in beide Richtungen fließt. Emre Celik beschreibt seine Rolle mit einem Satz. Ich bin eure Lobby.
Allein arbeiten heißt nicht allein entscheiden. Die meisten hier haben sich ein Netz gebaut, bevor sie es gebraucht haben.
Bei Steuerfabi war es ein einziges TikTok-Video, und er hatte vorher gekündigt, ohne eine einzige Einnahme. Bei Wiebke Lühmann wurde aus der Liebe zum Bikepacking über Social Media ein Beruf. Samuel Ernst sammelte für mizaru unzählige Absagen von Geschäftskunden und machte trotzdem weiter.
Kein Kanal funktioniert für alle. Was in diesen Geschichten wiederkehrt, ist Ausdauer nach der Absage.
Cathi Bruns sagt, aus der Belastungsspirale komme man nicht mit weniger Arbeit heraus, sondern mit der richtigen. Franka Bähr hat zwei Berufe und dafür nur einen Kalender, ihr Wecker klingelt oft um halb vier. Verena Pausder erzählt, warum auch Aufhören Mut braucht.
Weniger arbeiten ist nicht immer die Antwort. Manchmal ist es die andere Arbeit, manchmal das Aufhören.
Jörg Roos rechnet als Personal CFO genau das vor, bevor jemand den Schritt macht. Tom Gabler hat sich für ein Modell entschieden, bei dem jeder nach Geldbeutel zahlt. Julius Göllner baut seine Unternehmen bewusst ohne Wagniskapital.
Rechnen muss jeder selbst. Es gibt aber Leute, die genau dafür da sind.
Sabine Votteler war 20 Jahre Führungskraft und berät heute andere beim gleichen Schritt. Dora Osinde stieg nach Jahren an der Spitze bei Ogilvy und Netflix aus. Patrick Schnitzler gab einen sicheren Job auf, weil Freiheit für ihn schwerer wog als Sicherheit.
Der Ausstieg ist selten ein Sprung. In diesen Geschichten ist er meistens ein Entschluss, der lange vorher gefallen ist.
Du erzählst uns, wie du arbeitest und was dich trägt. Wir geben deiner Geschichte die Bühne, im Magazin, im Podcast oder auf einer ganzen Seite in der ZEIT.