Begrüßung: Wie JobRad die Mobilitätswende antreibt
Christian: Ich freue mich heute, Ulrich – oder darf ich Uli sagen – Prediger beim Tell Your Story Podcast zu begrüßen. Er hat eigentlich schon 2008 aus einer persönlichen Erfahrung das ganze Thema Dienstradleasing, ja will sagen, eigentlich erfunden. Also, so gab es das vorher eigentlich gar nicht. Heute habt ihr im Unternehmen mit JobRad über 1,5 Millionen Räder auf die Straße gebracht. Also, man spricht schon fast von einer Mobilitätswende, was ihr da generiert habt. Das ist nicht nur einfach ein Produkt oder ein Leasing, sondern – und da engagierst du dich, glaube ich, auch ganz stark – auch politisch und gesellschaftlich dazu beizutragen, da wirklich was zu verändern. Was sehr imposant ist. Und heute möchte ich mit dir, Uli, über Unternehmertum, dich auch als Mensch, was dich treibt, sprechen und vielleicht ein paar Einblicke kriegen. Weil auch aus meiner Sicht, das kann ich offen sagen, bist du ein mega Vorbild mit dem, was du erreicht hast als Unternehmer und welches Unternehmen du geschaffen hast hier. Und das ist auch noch gekoppelt an eine Mobilitätswende mit gesellschaftlichem Impact, den ich so in Deutschland nicht kenne. Macht dich einzigartig, und großen Respekt davor. Lass uns einfach starten – herzlich willkommen, lieber Uli.
Uli: Ja, vielen Dank für die Vorschuss-Lorbeeren und natürlich für die Gelegenheit, heute hier mit dir über mich zu sprechen.
Warm-up: Was Uli über Uli verrät
Christian: Super. Wir machen immer zum Einstieg in den Podcast ein kleines Warm-up. Es kommen immer zwei Gegenüberstellungen – sowas wie Marmelade oder Nutella, hatte ich letztens mal als Beispiel gesagt – und dann sagst du einfach, was dir in den Sinn kommt. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern es sagt gleich so ein bisschen was über dich aus. Guck einfach mal, wie es passt, und dann starten wir da einfach durch. Die erste Frage ist vielleicht einfach, vielleicht auch nicht. E-Bike oder Muskelantrieb?
Uli: Die Frage habe ich befürchtet. Also, beides. Weil ich ein großer Fan bin von E-Bikes im Alltag. Ich fahre jeden Tag ins Büro, und meine Alltagswege bis zu 25 km Anfahrtsweg zu Kundenterminen, zur Veranstaltung mache ich tatsächlich mit dem E-Bike. Also nicht mit dem Auto, aber ich bin auch großer Biobike-Fan. Ich fahre viel Rennrad, fahre Mountainbike, alle Gravel Bike, ja, als neue Spielart – und da sage ich meistens, brauche ich noch keinen Motor. Manchmal macht es auch total Spaß, mit dem E-Mountainbike durch den Wald zu fetzen, weil dann auch Abfahrten auf einmal richtig spaßig sind. Wie alles im Leben gilt es, technologische Angebote ideal zu nutzen.
Christian: Habe ich gleich was gelernt: Biobike. Das habe ich noch gar nicht gekannt als Wort. Danke dafür schon mal. Zwei: Purpose oder Profit?
Uli: Gestartet bin ich mit Purpose. Meine Ursprungsvision, die natürlich immer noch sehr lebendig ist, war tatsächlich Mobilität zu verändern. Ich habe aber auch sehr schnell gemerkt: Es geht nur, wenn man Geld verdient. Als naiver Gründer dachte ich, okay, wenn man den Purpose hat, dann kommt alles andere schon mehr oder weniger automatisch. Ich glaube, es ist unheimlich wichtig, mit einem Purpose zu starten, weil dann wirklich vieles folgt, womit man Geld verdienen kann. Aber natürlich ist für jedes betriebswirtschaftliche Unternehmen eine Gewinnerzielungsabsicht essenziell. Es braucht beides. Und vor allem – da kommen wir vielleicht im Laufe des Gesprächs noch drauf – Profit bietet einfach auch die Chance, in neue Themen zu investieren, um zu gestalten.
Christian: Absolut. Bist du der Visionär oder der Pragmatiker?
Uli: Ganz klarer Visionär, wobei ich auch liebe, praktisch zu arbeiten. Aber eine Vision zu haben und zu entwickeln – dafür bin ich noch lange nicht krank – finde ich das Spannendste und ist sicherlich das, was mich antreibt.
Christian: Daran anknüpfend: Startup-Chaos, in Anführungszeichen bitte, oder Prozessperfektion?
Uli: Startup-Chaos. Das habe ich auch erwartet bei dir, im positiven Sinne natürlich gemeint.
Christian: Bist du eher der frühe Morgenstundenmensch oder der Abendsausradler?
Uli: Abendsausradler.
Christian: Was treibt dich mehr, Software oder Hardware?
Uli: In der jetzigen unglaublichen Entwicklung finde ich schon absolut faszinierend, was im Softwarebereich passiert. Und wenn man das dann noch nutzen kann, um die perfekte, noch bessere Hardware zu entwickeln, dann wird ein Schuh draus.
Christian: Mega. Bergetappe oder Sprint?
Uli: Bergetappe.
Golden Circle: Das Warum von Uli Prediger
Christian: Wir starten. Vielen Dank – wir haben schon mal ein paar Einblicke bekommen. Wir arbeiten bei Lexware sehr oft mit diesem Golden Circle von Simon Sinek. Das ist so dieses Why, How und What. Das will ich auch gerne mit dir aufgreifen. Was treibt uns bei Lexware an? Ist ganz einfach: Wir wollen Unternehmertum erleichtern, dafür treten wir an. Im How machen wir das hoffentlich über exzellente Produkte – wobei immer nur der Kunde sagen kann, was exzellent ist –, das ist die eine Seite. Die andere ist eigentlich Sichtbarkeit und Brand: Das, was wir heute machen, nämlich diese Menschen, die Unternehmen, diese 4 Millionen Geschichten, die es da draußen gibt, sichtbar zu machen. Das ist die zweite Geschichte. Und dann kommt eigentlich erst das, was wir tun: Buchhaltung, Rechnung schreiben, diese ganzen administrativen Prozesse erleichtern. Wenn man jetzt so an dich denkt: Hast du sowas? Wo würdest du sagen, das ist eigentlich dein Warum? Gibt es da was, wo du erzählen kannst: Das ist das, was mich antreibt, das ist das Warum von Uli Prediger?
Uli: Ich sehe schon, wir haben viele Gemeinsamkeiten. Ich liebe auch diesen Simon Sinek Golden Circle. Mein Why ist sicherlich: Die Welt ein bisschen besser machen. Soweit ich das kann, soweit es in meinen Möglichkeiten steht. Ich muss ein bisschen zurückgehen. Ich bin selbst in Siebenbürgen, also heute in Rumänien, geboren und hatte das wahnsinnige Privileg, dass meine Eltern, als ich etwa drei Jahre alt war, nach Deutschland nach Freiburg ausgewandert sind. Ich durfte hier im Gegensatz zum damaligen Siebenbürgen einfach wahnsinnig viele Privilegien genießen: Freiheit, eine tolle Ausbildung, natürlich all das, was wir hier an Möglichkeiten bekommen haben – als Familie, aber ich natürlich auch als Individuum. Und gleichzeitig ist mir irgendwann das Thema Mobilität sehr ans Herz gewachsen. Wir Menschen müssen alle mobil sein. Mobilität nimmt ständig zu. Wir wollen so schnell wie möglich, so effizient wie möglich von A nach B kommen.
Vom Autofan zum Fahrrad-Pionier: Die Gründungsidee entsteht
Uli: Und da muss ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ich war nämlich früher ein riesiger Autofan. Typischerweise mit 18 Führerschein, das erste Auto auf dem Hof. Dann gab es sogar eine Zeit, in der ich sechs Autos gleichzeitig hatte – ich war nämlich großer Oldtimer-Fan und habe diese Oldtimer nach damaligen Verhältnissen restauriert. Heute war es eher so, repariert, dass sie wieder fuhren. Und ich bin eigentlich auch davon ausgegangen, dass ich irgendwann mal was mit Autos mache. Das kam dann ein bisschen anders. Aber da war sicherlich schon der Startpunkt für meine Affinität zur Mobilität.
Christian: Das heißt, 2008 war das dein Antrieb? War das wirklich dieses: Ich gehe das Thema Mobilität an, und Fahrrad war dann ein Mittel zum Zweck? Kann man das so sagen?
Uli: Ja, die Gründungsgeschichte geht dann doch tatsächlich weit zurück. Als jemand, der in Freiburg aufgewachsen ist, wo das Fahrrad schon immer eine Rolle gespielt hat – auch schon in den 80ern. Ich bin dann mit dem Fahrrad in die Schule gefahren, nach dem Vorbild meines Vaters. Auch da war ich sehr positiv schon vorbestimmt. Der ist nämlich auch ganz häufig mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, was damals echt noch ungewöhnlich war. Damals war das Fahrrad so ein Arme-Leute-Verkehrsmittel, und man wurde sofort in die Schublade gesteckt: Oh, der hat entweder seinen Führerschein verloren oder der kann sich ein Auto nicht leisten.
Christian: Auto war noch viel Status auch, oder?
Uli: Genau. Das ist heute auch noch so, aber zum Glück nicht mehr ganz so ausgeprägt. Und dann bin ich nach dem Abitur, nach einer Ausbildung – wollte erst tatsächlich noch Kfz-Mechaniker werden, das haben dann meine Berufsschullehrer schnell umgebogen und mich in eine andere Richtung gebracht – nach Maastricht in den Niederlanden gegangen und habe dort meinen Master gemacht. Das hat mich noch mal einfach auf ein ganz anderes Level gehoben in Bezug auf Fahrradmobilität. In den Niederlanden ist es wirklich das normalste von der Welt, dass du egal wohin, egal wer, egal wann, egal bei welchem Wetter, egal wie die Umstände sind, Fahrrad fährst. Das ist wirklich das Land mit der Fahrradkultur, weltweit gesehen absoluter Spitzenreiter. Und natürlich hat mich das in den knapp vier Jahren, die ich dort gelebt habe, total geprägt. Und als ich dann nach Freiburg zurückkam, meine ersten Jobs machte, mein erstes Kind bekam, war dann relativ schnell klar: Mit dem Auto von A nach B ist ineffizient – im Sinne von Zeit als auch Kosten natürlich. Wenn ich Fahrrad fahre, habe ich gleich Bewegung, frische Luft, ich kriege meinen Kopf frei. Und relativ schnell war dann eigentlich die klare Ausrichtung: Okay, meine Alltagswege fahre ich jetzt mit dem Fahrrad, auch obwohl ich ein schönes Firmenauto daheim stehen hatte. Und tatsächlich ist dann daraus auch irgendwann 2007, schon auf dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, die Idee entstanden: Wie cool wäre es eigentlich, wenn ich statt Firmenwagen ein Firmenfahrrad hätte?
Christian: Das heißt, es hat sich sozial verankert, wo du dein Umfeld damals hattest – in den Niederlanden quasi so dieses ganz viel Fahrrad. Und Freiburg – wir sind ja auch aus Freiburg – kann man schon sagen, ist eine gewisse Fahrrad-Hauptstadt Deutschlands?
Uli: Freiburg ist mit Münster sicherlich eine der Fahrrad-Hauptstädte Deutschlands. Als Studentenstadt sind viele junge Menschen prädestiniert dafür, mehr Verkehr aufs Fahrrad umzuleiten. Und ich hoffe natürlich, dass dem andere Städte in Deutschland und in Europa folgen.
Gründung mit Familie im Rücken: Der Sprung ins kalte Wasser
Christian: Weil du gesagt hast, das erste Kind kam auf die Welt – das war auch vor deiner Selbstständigkeit, also vor der Gründung. Das löst meistens noch mal was aus zum Thema Sicherheit und Zukunftsplanung. Ich kenn es selbst: Dann kommt noch mal ein ganz anderer Schritt, als Familie auch zu sagen, man geht voll rein. Was heißt, ihr habt diesen Schritt dann wirklich gemacht – bist du raus aus einer Festanstellung?
Uli: Ja, also tatsächlich war es ein großes Risiko, ein Sprung ins eiskalte Wasser. 2003 ist unser Sohn geboren, 2006 dann unsere Tochter, und 2008 habe ich dann wirklich gesagt: gut, ich kündige mein Angestelltenverhältnis. Und ich bin dann im Nachhinein meiner Frau auch unglaublich dankbar, dass sie dieses Risiko damals mitgegangen ist. Gleichzeitig hat sie ja auch gemerkt, wie sehr ich dafür brenne und wie stark ich mich dafür engagiere. Ich glaube, im Nachhinein betrachtet war es naiv – aber genau richtig.
Christian: Das braucht man vielleicht manchmal auch. Wenn man wüsste, was auf einen zukommt, hätten wir das Gespräch vielleicht gar nicht gestartet, weil man dann gar nicht erst anfängt. Ich find es gerade super spannend, weil man das nicht so oft hat: Dass man aus einer Situation heraus, wo schon Familie da ist, diesen Schritt macht. Als Familie dann auch zu sagen, man geht voll rein – das braucht noch mal einen anderen Mut. Was ich auch ansprechen muss: Als Lexware-Mensch weiß ich, was das vielleicht auch für die Zuhörer interessant macht. Stimmt es wirklich, dass du dich mal bei Lexware beworben hast?
Uli: Ja. Tatsächlich – 1999, mein Studium beendet, wollte zurück nach Freiburg, weil sie einfach so schön ist und hier Berge gibt. Ich habe mich dann bei Lexware beworben und hatte auch ein Vorstellungsgespräch mit dem damaligen Geschäftsführer. Ich glaube, ich bin etwas zu hoch eingestiegen. Und habe dann aber bei dem ehemaligen Lexware-Gründer, bei Axel Wessendorf, im Praktikum begonnen. Also es war so halb-Lexware zumindest. Im Nachhinein war es natürlich total schade, dass ich nicht bei euch anfangen durfte. Aber im Nachhinein war es vielleicht sogar ganz gut, weil – wer weiß, wie sich sonst meine Karriere entwickelt hätte.
Christian: Mit der Geschichte, das muss man ganz offen sagen, war das vielleicht das Richtige auch im Lexware-Sinne, weil wir Unternehmer lieben und du gezeigt hast, dass es definitiv der richtige Weg war. Ähm, als du dann nicht bei Lexware, sondern bei der anderen Firma warst – das war dann noch mal ein Wendepunkt, wo du irgendwann gesagt hast: Jetzt muss ich das tun. Das war ja nicht so ein Markt, in dem du sagst: Jetzt hole ich mir einfach Kapital, weil da ist was. Dienstradleasing kannte ja niemand. Das ist ein klassisches Henne-Ei-Problem. Wie war dieser Gründungs-Startpunkt?
Das Henne-Ei-Problem: Hotels, Bodensee und der erste Markt
Uli: Ich glaube, Visionäre, die einfach den Mut haben, an ihre Ideen zu glauben – und da spielt natürlich eine Überzeugung und ein ganz klarer Purpose eine wahnsinnig wichtige Rolle – sind unheimlich wichtig für unsere Gesellschaft. Jetzt im Nachhinein bin ich natürlich froh, dass ich damals so von dieser Vision überzeugt war, Mobilität in Deutschland und über Deutschland hinaus zu verändern, dass ich diese vielen Risiken, die ich auf der einen Seite gesehen habe – man muss kurz erinnern: 2007/2008 waren wir mitten in der Finanzkrise – dass ich trotzdem angefangen habe. Als ich dann meinen ersten Banktermin machte, haben die aufmerksam zugehört, aber relativ schnell zu verstehen gegeben: Die Vision alleine reicht nicht. Da muss ein Businessplan her, da muss eine klare Finanzplanung her. Und das war für mich damals alles neu. Ich hatte zwar Wirtschaft studiert, aber Volkswirtschaft. Das war wahnsinnig viel Learning by Doing. Und im Nachhinein bin ich natürlich total froh, dass ich da viel Unterstützung bekommen habe – von der IAK, von unterschiedlichen Gründerangeboten. Und ich glaube, wir sind in Deutschland an einem Punkt, wo wir diese Angebote noch viel stärker bekannt machen müssen. Das Image eines Gründers – und wirklich, ich glaube, viel mehr Mut kann ein Mensch nicht beweisen, als zu sagen: Ich gebe jetzt meine Sicherheit auf, meinen sicheren Job, mein Einkommen, und springe total ins kalte Wasser. Und das ist für fast jeden Gründer so. Das brauchen wir in Deutschland. Wir brauchen diese Innovationen, die nur aus dem Gründertum, nur aus Startups wirklich generiert werden können. Und ich würde mir wünschen, dass ihr mit Lexware da auch eine wichtige Rolle spielt, die Rahmenbedingungen dafür weiter zu verbessern.
Christian: Mega, das treibt uns auch brutal. Ich muss kurz zurückkommen auf die 2008er Zeit. Wenn du sagst, du hast alles beim Learning by Doing gemacht – hattest du ein Netzwerk? Gab es jenseits der Familie, die offensichtlich sehr gestützt hat, Leute, wo du fragen konntest: Hey, wie mache ich das überhaupt?
Uli: Also tatsächlich waren mein erstes Startkapital die klassischen Family, Fools and Friends. Meine Schwester hat Geld gegeben – also Familie tatsächlich. Und relativ schnell ist dann aber klar geworden: Das reicht nicht lange. Die Burnrate war damals schon so hoch, dass ich nach einem halben Jahr gesehen habe: Okay, wenn ich wirklich eine Internetseite aufbauen will, professionelle Pressearbeit machen möchte, vielleicht sogar Mitarbeitende einstellen, dann brauche ich mehr Geld. Ich bin dann zu meiner Bank und habe gesagt, ich bräuchte 80.000 Euro – heute natürlich lächerlich. Und mit viel Überzeugungskraft und einer Bürgschaft bei der Badenwürttembergischen Bürgschaftsbank, und ich musste natürlich unseren kleinen Besitz komplett beleihen – wir hatten damals eine kleine Immobilie gekauft –, also es war schon sehr herausfordernd. Im Kampf mit den Banken, im Kampf mit ganz vielen Akteuren da draußen. Es gab natürlich schon viele Leasinggesellschaften, die in erster Linie Autos, Flugzeuge und Immobilien verleasten – aber über Fahrrad hat vorher noch nie jemand nachgedacht. Das hat dann auch lange gedauert, bis ich überhaupt jemanden finden konnte, einen Leasingpartner, der bereit war, Fahrräder mit mir zu verleasen.
Christian: Wie muss man sich das vorstellen? Du läufst einfach los und klapperst Radladen nach Radladen ab und versuchst, die erstmal zu überzeugen? Oder bist du erst an Firmen dran?
Uli: Das ist ja genau dieses typische Startup-Henne-Ei-Problem. Zuerst muss der Händler da sein, der Mensch, der das Rad holt, und die Firma, die es unterstützt, damit Menschen wiederum kommen. Wie habe ich das geknackt? Ich kann wirklich jedem, der eine gute Idee hat und von ihr überzeugt ist, empfehlen: Fang mal an, das auf Papier zu bringen, einen Businessplan zu schreiben. In dem Aufschreiben, in dem intensiven Auseinandersetzen, werden natürlich viele Themen viel klarer. Und mir ist relativ schnell bewusst geworden: Fahrradleasing ist eine geniale Idee, aber ich muss erst mal Geld verdienen. Deswegen bin ich dann über Recherche auf ein Unternehmen in Österreich gestoßen, die hatten Fahrräder an Hotels verleast. Und ich habe auch gesagt: Das ist eine tolle Möglichkeit, um den Einstieg zu finden, Hersteller und Händler dafür zu begeistern, und natürlich auch einen Leasingpartner zu finden. Das heißt, meine ersten Kunden damals waren Hotels.
Christian: Mhm.
Uli: Da gibt es eine nette Anekdote. Eines der ersten Hotels, die ich über den DEHOGA über einen Newsletter gewinnen konnte, war am Bodensee. Die wollten sechs Räder bei mir leasen. Ich habe die dann dahin transportieren lassen.
Christian: Und hattest du einen Partner, also einen Fahrradladen, der die auch...?
Uli: Nein, nein, nein. Das war alles noch mitten im Entstehen. Ich bin hingefahren, habe die Fahrräder aufgebaut mit Aufklebern, mit Fahrradkorb, mit Klingel, so dass die für die Gäste dieses kleinen Hotels möglichst gut zur Verfügung standen. Und dann nach sechs Wochen ruft er an: "Ja, ein Fahrrad hat einen Platten, und irgendwo am anderen Fahrrad ist eine Klingel kaputt. Kommen Sie doch vorbei." Eigentlich funktioniert so ein Modell nur, wenn man lokale Partner hat – aber soweit war ich ja noch gar nicht. Das hieß dann: Ich habe die ganze Familie eingepackt. Wir sind zusammen an den Bodensee gefahren. Meine Frau hat mich oben bei dem Hotel – es war ein bisschen oberhalb vom Bodensee – abgeladen. Ich habe dann zweieinhalb Stunden lang Fahrrad repariert und alle wieder in Schuss gebracht, und die Familie war am Bodensee. Aber so ging das alles los. Ich musste ja erst mal Erfahrung sammeln, wie man das macht, wie man diese Prozesse entwickelt, wie man dann mit klaren Anforderungen an den Fahrradhändler herantreten kann, um zu sagen: Bist du bereit, mit mir so ein neues Geschäftsmodell aufzubauen? Das war im Nachhinein betrachtet sehr, sehr herausfordernd. Viele Händler konnten damit überhaupt nichts anfangen. Aber ich glaube, es war auch genau der richtige Weg, ganz klein zu beginnen, erstmal zu schauen: Wo kann ich ein bisschen Geld verdienen, wo kann ich die verschiedenen Player zusammenbringen? Und dadurch, dass es so neu war und noch nie jemand gemacht hatte, gab es natürlich auch die Möglichkeit, komplett einen neuen Markt zu entwickeln. Wir sind ja im Fahrradmarkt inzwischen die wichtigste Finanzierungsform.
Christian: Das ist ein klassischer Blue Ocean, weil es das in der Form nicht gab. Und was du gerade beschreibst, find ich super spannend: Du hast wirklich verstanden, was die Bedürfnisse des Händlers und des Hotels sind, was die brauchen. Erstmal selbst Hand anlegen, damit ich das wirklich genau ausspüren und verstehen kann, bevor ich in irgendwelche Prozesse denke. Große Firmen gehen ganz gerne hin und sagen: Ich mache einen Innovationsprozess – und ich denke dann: Euer Problem ist, ihr habt keine Innovation, nicht der fehlende Prozess.
Uli: Im Nachhinein betrachtet war ich vielleicht sogar noch einen Schritt weiter. Es klingt jetzt ein bisschen überheblich, aber ich glaube, ich habe ein Problem erkannt, was die meisten anderen Menschen noch gar nicht hatten. Mobilität muss sich verändern. Wir sind inzwischen in Deutschland, aber in fast allen Regionen dieser Welt – vor allem in den Städten – an einem absoluten Maximum der Autodichte angekommen. Das Auto hat tolle Vorteile und die Welt natürlich unglaublich verändert. Aber wir sind jetzt bei, ich würde sagen, Peak Auto – zumindest von den Nutzungsmöglichkeiten in den Städten. Und ich würde behaupten, ich habe das damals schon erkannt, relativ früh 2007/2008. Ich habe einen anderen Trend auch schon im Bauch erkannt: das E-Bike, das genau dazu geführt hat, dass Fahrräder immer teurer wurden. Als ich begonnen habe, war der Durchschnittspreis eines Fahrrads bei rund 400 bis 500 Euro. Inzwischen ist er bei fast 2.000 Euro. Und dieser Trend hin zum E-Bike hätte ohne uns in Deutschland niemals so erfolgreich werden können – aber wir auch ohne das E-Bike nicht. Wir haben da voneinander unheimlich profitiert. Da gibt es sogar schon total spannende Forschung dazu: Oftmals entscheiden wir mit dem Bauch und rechtfertigen es dann mit unserem Verstand. Und ich glaube, gerade bei Gründern, bei Visionären, bei wirklich kreativen Menschen ist es unheimlich wichtig, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Dann kommt aber die große Herausforderung: sich nicht beirren zu lassen, dranzubleiben, dran festzuhalten, die Idee weiterzuentwickeln. Dann kommen die nächsten wichtigen Schritte, nämlich auch das Produkt zu pivotieren. Am Anfang dachte ich, ich mach es genauso wie beim Auto: Die Firmen müssen doch händeringend nach neuen Mobilitätsformen suchen. Ich biete denen jetzt einfach statt einem Firmenwagen ein Firmenfahrrad an. Pustekuchen. Es gab damals so gut wie keine Zahlungsbereitschaft bei Arbeitgebern. Also musste ich erst diesen Umweg machen: Geld verdienen, Erfahrung sammeln, Netzwerk aufbauen, und erstmal Fahrräder an Hotels verleasen.
Der Steuererlass 2012: Wie JobRad den Gesetzgeber bewegte
Christian: Wenn du 2008 gestartet hast, fehlte ja ein Baustein: Warum soll ein Arbeitgeber das machen, wenn er keinen Benefit davon hat? Das kam ja viel später, dann mit dem Gesetzgeber – und da hast du durchaus auch eine Rolle gespielt. War das der elementare Knackpunkt, wo das Ding wirklich ins Rollen gekommen ist?
Uli: Da muss ich noch mal auf die Naivität zu sprechen kommen. Als ich gegründet habe, war mir noch gar nicht bewusst, dass es dafür auch eine steuerliche Grundlage geben muss. Ich bin davon ausgegangen: Wenn man Autos im Firmenkontext leasen kann, dann kann man auch Fahrräder leasen. Habe dann im Laufe der nächsten zwei Jahre feststellen müssen, dass im Einkommensteuergesetz die Grundlage für das PKW-Leasing, die sogenannte 1%-Regel, ganz klar drinsteht: Kraftfahrzeuge. Und da muss ich immer wieder betonen: Man braucht da natürlich eine unglaubliche Resilienz und auch ein Durchhaltevermögen. Natürlich war ich im ersten Moment schockiert: Mist, was mache ich denn jetzt? Es ist ja steuerrechtlich gar nicht möglich. Es dürfte ja kein großes Problem sein, aus dem Einkommensteuergesetz dieses Wörtchen "Kraft" aus "Kraftfahrzeug" zu streichen – dann geht nämlich alles. Und so habe ich dann relativ schnell angefangen, mir ein gutes Netzwerk aufzubauen. Ich habe mich von Anfang an für eine eigentlich viel zu teure Kanzlei entschieden, weil mir klar war: Das ganze Firmenwagen-Modell hat eine sehr starke steuerrechtliche Komponente, deswegen ist es auch so erfolgreich in Deutschland. Und dann haben wir damals zusammen mit dem Steuerberater und einer damaligen Bundestagsabgeordneten hier aus der Region einen Brief ans Bundesfinanzministerium formuliert. Das werde ich nie vergessen, als die Antwort nach sechs bis acht Wochen kam, vom damaligen Staatssekretär im Bereich Einkommensteuerrecht aus dem Bundesfinanzministerium. Der antwortete sinngemäß: Fahrräder – auf keinen Fall, warum macht das überhaupt Sinn. Und das war natürlich erst mal ein Schock: Finanzministerium hat nein gesagt – was mache ich denn jetzt?
Uli: Und da kamen aber natürlich viele Prozesse, die auch parallel stattfanden. Zu der Zeit kam dann auch mein Geschäftspartner dazu, Holger Tumat, im Jahr 2011. Und das war sicherlich noch mal ein Wendepunkt. Das würde ich jedem, der überlegt, ein Unternehmen zu gründen, von Anfang an empfehlen: Sucht einen Partner oder vielleicht auch gleich mehrere, weil alleine ist es fast nicht mehr möglich. Man braucht natürlich unheimlich viele unterschiedliche Kompetenzen. Holger ist ein absolutes Hirn mit Prozess- und Strukturkapazitäten, da werde ich mein Leben lang nie drankommen. Und ich bin halt der Visionär. Diese Unterschiedlichkeit war wahnsinnig wertvoll. Irgendwann habe ich dann gelernt, dass "nein" im Beamtenjargon für "es ist noch ein Impuls notwendig" steht. Und wir haben dann 2012 mit einem tollen Steuerberater aus Berlin einen anderen Ansatz entwickelt und haben an alle Lohnsteuerreferats-Leiter der Landesfinanzministerien einen Brief geschrieben – zusammen mit anderen Verbänden. Und mit diesem Brief haben wir es tatsächlich geschafft, Ende 2012 einen Steuererlass herbeizuführen, der das Fahrrad damals dem Firmenwagen gleichgestellt hat. Das war der Start tatsächlich unseres Geschäftsmodells. Und wie du richtig gesagt hast: Wir waren dann allen anderen ungefähr fünf Jahre voraus, hatten schon knapp 250 Fahrradfachgeschäfte als Partner, wussten, wie Leasing funktioniert, hatten schon ein paar Hundert Unternehmen, die zumindest Interesse an dem Thema hatten und die wir dann direkt anschreiben konnten. Aber dann ging die eigentliche Arbeit erst los.
Christian: Aber ihr wart halt ready. Und auch das Thema Benefits generell ist ja dann noch reingeflossen, weil die Firmen immer mehr geguckt haben: Stichwort Fachkräfte, wie kann man für Mitarbeitende Benefits schaffen?
Uli: Manchmal ist es dann auch ein Stück Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.
Christian: Willst du sowas?
Uli: Ja, Glück kann man auch mit gutem Bauchgefühl übersetzen. Glück kommt nicht von alleine – ich hätte nicht die Briefe gemacht und dafür voll gekämpft. Aber es braucht noch das notwendige Quäntchen manchmal. Und es kommt nicht, wenn man nichts tut.
Uli: Es kam noch ein anderer Aspekt dazu. Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass unser Modell genauso wie beim Firmenwagen funktioniert – der Arbeitgeber finanziert das Fahrzeug voll. Ich fand zwei Arbeitgeber, die das Modell grundsätzlich toll finden, als Benefit, als Nachhaltigkeitsmaßnahme, als Mitarbeiterbindungsinstrument – aber keiner war bereit, dafür zu bezahlen. Und da kam mir zugute, dass ich immer versuche, über den Tellerrand hinauszuschauen, viel lese, auch über Deutschland hinaus. Und ich habe dann ein Unternehmen in Großbritannien identifiziert, das ein vergleichbares Modell mit einem sogenannten Salary Sacrifice, also einer Gehaltsumwandlung, entwickelt hatte. Und genau das haben wir dann kombiniert und daraus das heutige JobRad-Modell entwickeln können.
Christian: Das finde ich super spannend: Es geht ja bei euch eigentlich gar nicht ums Rad im ersten Schritt – sondern wirklich darum, verschiedene Protagonisten zusammenzubringen: Leasing, Gehaltsumwandlung, Fahrradhändler. Das ist mehr Geschäftsinnovation als Produktinnovation.
Uli: Mir ist an der Stelle ganz wichtig zu sagen: Ich habe nie ein Steuersparmodell entwickeln wollen. Aber es war damals die einzige Möglichkeit, Arbeitgeber dafür zu begeistern, Fahrräder für den betrieblichen Einsatz zur Verfügung zu stellen. Das durfte einfach nichts kosten – was ich total schade finde. Aber das zeigt auch so ein bisschen die Wahrnehmung vom Fahrrad in Deutschland: Das ist an vielen Stellen immer noch ein Freizeitverkehrsmittel und kein Alltagsverkehrsmittel. Und genau das versuchen wir zu ändern. Dafür bin ich damals angetreten. Und wir wollen wirklich das Fahrrad als das Verkehrsmittel etablieren, das es ist: das effizienteste, schnellste, gesündeste, nachhaltigste Verkehrsmittel auf kurzen Strecken. Autos haben absolut ihre Daseinsberechtigung – aber da, wo Fahrräder diese Vorteile haben, da wollen wir alles dafür tun.
KI, Startrampe und die Zukunft des Unternehmertums
Christian: JobRad baut ja auch ganz viel Software. Welchen Einfluss hat KI auf das ganze Spiel bei euch? Ist es Effizienz, ist es komplett neues Geschäftsmodell, ist es beides?
Uli: Ich glaube, jeder, der behauptet, dass er genau weiß, wo es mit der KI hingeht, ist ein Fantast. Und natürlich beschäftigen wir uns sehr intensiv mit dem Thema KI. Wir haben ja ein fast rein digitales Geschäftsmodell. Du hast JobRad Loop genannt – das ist unsere Tochtergesellschaft, mit der wir mehrere 10.000 Räder pro Jahr refurbishen, also wieder aufbereiten, und damit mit Garantie in den zweiten Lebenszyklus bringen. Und Wunderfix ist jetzt die erste Ausgründung aus der Startrampe, wo wir sagen: Service rund ums Thema Fahrrad muss sich professionalisieren, modernisieren, digitalisieren. Und da wird KI natürlich eine riesengroße Rolle spielen. Angefangen damit, wie Fahrräder über Bilderkennung schon richtig eingeordnet werden, wie ich daraus Produktstücklisten entstehen lassen kann, wie ich vielleicht sogar schon vorher sagen kann, wie viel Aufwand eine Reparatur braucht. Wie kann ich das verknüpfen mit unserem gesamten Produktlebenszyklus, der jetzt weit über die ersten drei Jahre Leasing hinausgeht durch unser Refurbishing?
Christian: Kann man da aus der Automobilbranche lernen? Die sind ja 40 Jahre voraus, was Reparatur und Service angeht.
Uli: Ganz viel schauen wir uns aus anderen Branchen ab. Die Automietbranche ist uns da 40 Jahre voraus, und da kann man unheimlich viel lernen. Es ist meiner Meinung nach wahrscheinlich die professionellste Branche im Hardware-Bereich. Aber die wird ja auch gerade durch Software disruptiert. Das Spiel dreht sich da enorm. Und das wird auch ein Fahrrad oder E-Bike in der modernen Form betreffen. Da haben wir als Familienunternehmen natürlich einen großen Vorteil. Wir sind auf der einen Seite jetzt schon so groß mit über 1.300 Mitarbeitenden auf neuen Tochtergesellschaften verteilt, dass Innovation nicht mehr an der Kaffeemaschine stattfinden kann. Da entstehen vielleicht gute Ideen, aber die können aufgrund der Größe und Struktur nicht mehr so einfach auf die Straße gebracht werden. Und da haben wir mit unserer Startrampe eigentlich eine tolle Möglichkeit: dieses nachhaltige Familienunternehmertum – wir nennen das "New German Mittelstand" – zu kombinieren mit der Agilität von Startups. Die erste Ausgründung Wunderfix ist nicht ganz zufällig auch eine Idee von mir, von der ich felsenfast überzeugt bin, dass wir auch da die Welt ein bisschen besser machen können. Wir wollen Konsumenten dabei helfen, ihre Fahrräder selbst zu reparieren, ohne zum Händler gehen zu müssen. Hättest du damals das gehabt beim Bodensee, ne?
Christian: Das wäre großartig gewesen. Alle schimpfen über die Bürokratie. Ich find es manchmal auch zermürbend. Auf der anderen Seite bietet unser Staat natürlich eine unglaubliche Sicherheit. Und KI bietet unglaubliche Möglichkeiten, um diese Bürokratie zu automatisieren – Bürokratie ist ja nichts anderes als Vorgaben einhalten, Formulare ausfüllen. Da ist doch KI absolut das Beste, was man sich vorstellen kann.
Uli: Genau. Und wir sind in Deutschland eigentlich prädestiniert dafür, weil wir so viele Familienunternehmen haben, so viele gut ausgebildete Menschen, tolle Universitäten. Wir sind ein Vorzeigebeispiel, wie man unglaublich komplexe Prozesse so vereinfachen kann, dass drei Akteure – Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Fahrradfachhandel – zusammenkommen und daraus eine sinnvolle und wertvolle Dienstleistung entsteht, die Komplexität reduziert. Und der Geist der Selbstständigkeit – das haben wir so ein bisschen verloren. Dass das auch gefeiert wird. Es ist mutig zu sagen: Ich mach mich selbst. Aber alles, was wir an großen Unternehmen haben – wir, Lexware, Haufe, ein JobRad – da war irgendein Mensch mal, der gesagt hat: Ich mach's jetzt. Und jetzt beschäftigt es 1.300 Mitarbeitende als Beispiel bei euch. Es zeigt doch: Es geht.
Christian: Meine letzte Frage: Wenn jemand ein Film über dein Leben drehen würde – welchen Titel hätte er?
Uli: Hypergrowth auf zwei Rädern.
Christian: Das gefällt mir. Sehr schöner Titel. Lieber Uli, ganz vielen Dank, dass du heute hier gewesen bist und diese Geschichten geteilt hast. Ich hoffe, dass jetzt der eine oder andere Zuhörer inspiriert ist und sagt: Wow, ich muss jetzt auch was machen. Wir sagen immer: Unternehmertum erleichtern. Und das Schönste wäre, wenn irgendwann jemand sagt: Ich habe wegen Lexware gegründet, oder wegen euch. Ich merke, da haben wir einen Mitstreiter in dir. Du hast jetzt nicht gesagt: Ich habe es geschafft, jetzt setze ich mich zurück. Ganz im Gegenteil – ein wahnsinnig neugieriger Mensch bist du. Bitte behalte es bei. Danke fürs Gespräch heute.
Uli: Ich danke dir, Christian.